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TV-Kritik: Weißkittel-Fans, aufgepasst: Neue Folgen der Eifelpraxis!

Von In der neuesten Folge der ARD-Arztserie steht eine junge Frau mit Angst vor Erblindung im Mittelpunkt. Und die wird einfach glänzend gespielt.
Hanna (Jytte-Merle Böhrnsen,li.) erfährt von Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz) und Vera (Rebecca Immanuel) ihre Diagnose. Bild: ARD Degeto/Hardy Spitz Foto: (ARD Degeto/Programmplanung und P) Hanna (Jytte-Merle Böhrnsen,li.) erfährt von Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz) und Vera (Rebecca Immanuel) ihre Diagnose. Bild: ARD Degeto/Hardy Spitz

In Sachen Arztserien ist das deutsche Fernsehen ja ähnlich wie im Krimi-Sektor bestens versorgt. Dienstags kommt "Familie Dr. Kleist", im Zweiten läuft „Der Bergdoktor“ sich bald warm für die nächste Staffel. Und zum Wochenabschluss wartet "Die Eifelpraxis" auch schon mit zwei neuen Folgen. Weißkittel-Fans werden sich erinnern: Als Heldin der Serie tritt hier Krankenschwester Vera Mundt (Rebecca Immanuel) auf, eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern.

Alltagssorgen gehören dazu

Vera Mundt ist für einen Job bei Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz) von Berlin in die Eifel gezogen. Von der brodelnden Großstadt in die Provinz also, was bei ihrem halbwüchsigen Sohn Paul (Tom Böttcher) keine Freude weckte. Einige Auseinandersetzungen Vera Mundts mit ihrem Sohn und Alltagssorgen wegen ihrer Tochter Mia (Mascha Schrader) gehören zu den Bestandteilen der Folgen, auch in der mittlerweile vierten Episode.

Unlogik und Kitsch als kleine Schwächen

Eigentliche Hauptfigur von "Eine Frage des Mutes" ist aber Hanna (Jytte-Merle Böhrnsen), eine junge Rangerin, die zu erblinden droht. Und dadurch nicht nur Wegners Praxisalltag, sondern auch Vera Mundts Job gefährdet: Um Hanna beizustehen, vernachlässigt sie ihre übrigen Patienten. Der darüber erboste Dr. Wegner will ihr deswegen kündigen. Was die Glaubwürdigkeit der Geschichte leider oft über Gebühr strapaziert.

Während das Drehbuch Hannas langjährige Weigerung, zum Arzt zu gehen, und sogar die Ursache dafür noch halbwegs glaubhaft begründet – zumindest für medizinische Laien -  wird es bei Wegners Entscheidung, Vera zu kündigen, schon schwieriger. Zumal ja Wegner seiner Versorgungsassistentin sogar noch beisteht, wenn es darum geht, Hanna zu helfen. Allerdings macht Jytte-Merle Böhrnsen in ihrer Rolle diese Schwäche wieder wett.

Durch ihr anrührend emotionales Spiel verzeiht man sogar einige in den Kitsch abdriftende Szenen gegen Schluss. Ansonsten kann die Folge aber ohnehin gefallen: Vor allem die Konzentration der Geschichte auf Hanna wirkt sich spannungsfördernd aus, und das Drehbuch zögert den spannendsten Moment – wenn Hanna nach der Operation die Augenbinde abgenommen bekommt -  auch gut bis kurz vor dem Ende hinaus. Nächste Woche geht es weiter mit "Gebrochene Herzen".

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