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TV-Kritik: "Willkommen bei Carmen Nebel": Mit vielen Stars

Von Die TV-Show zugunsten der Stiftung Deutsche Krebshilfe glänzte mit illustren Namen und erstaunlich viel Witz.
Carmen Nebel ist mit ihrer Show zu einer der letzten Bastionen der groß angelegten Samstagabend-Unterhaltung mit vielen Stars aufgestiegen. Foto: ZDF/Sascha Baumann Carmen Nebel ist mit ihrer Show zu einer der letzten Bastionen der groß angelegten Samstagabend-Unterhaltung mit vielen Stars aufgestiegen.

Carmen Nebel ist mittlerweile das, was Thomas Gottschalk früher war: Ihre Show "Willkommen bei Carmen Nebel" ist eine der letzten Bastionen der großen Samstagabend-Show, speziell nachdem das ZDF den Dauerbrenner "Wetten, dass…?" vor knapp zwei Jahren aus dem Programm kippte und die ARD den "Musikantenstadl" einstellen ließ. Die Nebel-Gala, deren Erlös größtenteils der Stiftung Deutsche Krebshilfe zufloss, war denn auch überwiegend ein buntes Promi-Treffen aus Film, Show und vor allem Musik.

Den Anfang machte Roland Kaiser, der unter anderem den Song "Extreme" zum Besten gab. Das Original des Liedes hat schon über ein Vierteljahrhundert drauf: Es heißt "Insieme 1992" und der italienische Sänger Toto Cutugno gewann damit den ESC 1990. Nach Kaiser kam Andy Borg, der sich eine bemerkenswerte Lust am Blödeln mit auf die Bühne brachte. Schnell wurde klar, warum es mit seinen Nachfolgern beim "Musikantenstadl" Nachfolger "Stadlshow" einfach nichts werden konnte: So viel Authentizität und Spaß an der Sache wie Borg brachte einfach keiner seiner Nachfolger auf die Bühne.

Schlagersendung mit Witz

Der Kabarettist Wolfgang Trepper machte sich mit spöttischen Kommentaren über die Texte von Borg und der ebenfalls auftretenden Irene Sheer lustig und sorgte dafür, dass es in der Show nicht völlig überraschungsfrei zuging. Aber auch sonst wurde an Einlagen was geboten. Zusammen mit Schauspieler Henning Baum versuchte sich Borg am Schlager-Raten und holte damit weiteres Geld für die Stiftung Deutsche Krebshilfe. Baum wird demnächst als Schulrektor in "Burg Schreckenstein" auf der Leinwand zu sehen sein.

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Der Film ist die erste Adaption aus der populären Burg-Schreckenstein-Buchserie des Autor Oliver Hassencamp. Cornelia Scheel trat ebenfalls auf und erinnerte sichtlich bewegt an ihren kürzlich verstorbenen Vater Walter Scheel und ihre Mutter Mildred Scheel. Die Frau des Bundespräsidenten und Ärztin hatte die Deutsche Krebshilfe im Jahr 1974 gegründet. Im Jahr 1985 erlag sie selbst einer Darmkrebs-Erkrankung. Ebenfalls in der Show präsent war Fritz Pleitgen, zur Zeit Präsident der Stiftung Deutsche Krebshilfe

Ein Idol der frühen 70er

An Musikalischem bot die Show ein abwechslungsreiches Programm. Tony Christie ("Is this the way to Amarillo?") stellte einen neuen und bemerkenswert rockigen Song vor. Hilfreich wäre es aber vom ZDF, künftig nicht nur die Namen der Interpreten, sondern auch die Titel der gerade vorgetragenen Songs einzublenden. Weitere Interpreten waren unter anderem Linda Hesse, Chris de Burgh, Michele, Il Volo, Bonnie Tyler und die Sängerin Ella Endlich.

Dass Carmen Nebel mit laut Wikipedia deren Vater liiert ist, war für den Auftritt sicher kein Nachteil. Daneben profitierte der Abend noch von Nebels frecher und erstaunlich schlagfertiger Moderation, die besonders in den Szenen mit Andy Borg zum Tragen kam. Die beiden würden sich gemeinsam auch im Kabarett nicht schlecht machen.

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