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Amazon wegen Warenentsorgung in der Kritik

Laut Amazon gibt es für zurückgegebene oder nicht verkaufte Produkte mehrere Programme, um die Entsorgung weiter zu reduzieren. Foto: Henning Kaiser Laut Amazon gibt es für zurückgegebene oder nicht verkaufte Produkte mehrere Programme, um die Entsorgung weiter zu reduzieren.
München. 

Der Online-Versandkonzern Amazon ist wegen der Entsorgung von Retouren und nicht verkauften Artikeln in die Kritik geraten.

In den deutschen Warenlagern des US-Unternehmens würden in großem Umfang Waren entsorgt, berichteten ZDF und „Wirtschaftswoche” (Freitag). Dazu zählten Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen, Handys, Tablets, Matratzen und Möbel.

Dem Bericht zufolge kritisierten mehrere Mitarbeiter, auch funktionstüchtige, teils sogar neue Produkte würden zerstört. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth forderte Amazon laut Bericht auf, die Vorwürfe aufzuklären: „Das ist ein riesengroßer Skandal, denn wir verbrauchen auf diese Weise Ressourcen mit allen Problemen insgesamt auf der Welt.”

Amazon erklärte dazu, für zurückgegebene oder nicht verkaufte Produkte gebe es mehrere Programme, um die Entsorgung weiter zu reduzieren. „Wenn Produkte nicht verkauft, weiterverkauft oder gespendet werden können, arbeiten wir mit Aufkäufern von Restbeständen zusammen, die diese Waren über andere Kanäle weiterverkaufen.”

Die hohe Zahl der Retouren ist für Online-Händler generell ein Problem, da viele Kunden Waren quasi zur Ansicht kaufen - diese Artikel gehen oft beschädigt oder mit Gebrauchsspuren zurück.

Die Universität Bamberg schätzte die Zahl der von Kunden zurückgeschickten Sendungen in Deutschland bereits für das Jahr 2012 auf 250 Millionen. Seither hat der Online-Handel noch stark zugenommen.

(dpa)
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