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Börsenstart: Anleger profitieren noch nicht von Metro-Aufspaltung

Die Metro hat sich aufgespalten in zwei Unternehmen – jetzt ist auch die Lebensmittelsparte an die Börse gegangen. Metro-Chef Koch spricht von einem „historischen Tag“ – die Anleger können sich aber noch nicht freuen.
Metro-Chef Olaf Koch mit dem Frankfurter Promi-Koch Mirko Reeh vor der alten Börse Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Metro-Chef Olaf Koch mit dem Frankfurter Promi-Koch Mirko Reeh vor der alten Börse
Frankfurt. 

Deutschlands einst größter Handelskonzern ist nach seiner Aufspaltung mit beiden Sparten an die Börse gegangen. Die Aktien des Lebensmittelhändlers Metro mit den Metro-Großmärkten und Real und die Papiere des Elektronik-Händlers Ceconomy mit Media-Markt und Saturn werden seit gestern sowohl in Frankfurt als auch in Luxemburg an der Börse gehandelt.

Fünf Prozent Verlust

Während Metro-Chef Olaf Koch in Frankfurt von einem „historischen Tag“ sprach, brachte die Aktion den Anlegern zunächst kaum etwas. Die Kurse der beiden Teile summierten sich am späteren Nachmittag auf 27,62 Euro und lagen damit rund fünf Prozent unter dem letzten Xetra-Kurs der alten Metro. Vor der Aufspaltung war die Aktie am Mittwoch letztmals mit 29,18 Euro gehandelt worden.

Das Unternehmen setzt bei der Aufspaltung zumindest langfristig auf positive Effekte für die Anleger. Mit der Aufspaltung erhoffen sich die Sparten mehr Wachstum und mehr Börsenwert. Mehr Wachstum, weil getrennte Unternehmen sich besser auf ihre jeweilige Kundengruppe konzentrieren und dynamischer agieren können. Mehr Börsenwert, weil Mischkonzerne wie die Metro an der Börse schlechter bewertet werden als klar fokussierte Unternehmen.

„Die neue Metro tritt als klar positionierter Großhandels- und Lebensmittelspezialist an“, betonte Koch. Bei dem in 35 Ländern aktiven Großhandelsgeschäft sieht er nicht zuletzt durch den Ausbau des Belieferungsgeschäfts Potenzial. Rechtsrisiken wegen noch laufender Klagen gegen die Aufspaltung gebe es nicht mehr. Der Chef des Elektronikunternehmens, Pieter Haas, hatte bereits weiteres Wachstum durch Übernahmen angekündigt. Mit dem Start könnten sie zufrieden sein, sagte Haas. Eine realistische Beurteilung der Entwicklung lasse sich aber erst in ein paar Wochen abgeben, wenn sich alles eingependelt habe.

Das Lebensmittelgeschäft mit dem Namen Metro Wholesale & Food verlor nach dem Start bei 20,00 Euro bis Handelsschluss auf 18,05 Euro je Anteil. Für die Elektroniksparte ging es von anfangs 9,320 Euro auf 9,576 Euro nach oben.

(dpa,red)
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