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Statistisches Bundesamt: Arbeitskosten in Deutschland über dem EU-Schnitt

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen, zu denen unter anderem die Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen zählen. Foto: Maurizio Gambarini Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen, zu denen unter anderem die Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen zählen.
Wiesbaden. 

Der Faktor Arbeit ist in der deutschen Privatwirtschaft teurer als im europäischen Durchschnitt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, kostete eine Arbeitsstunde im vergangenen Jahr durchschnittlich 34,50 Euro.

Das waren 31 Prozent mehr als der EU-Schnitt von 26,30 Euro. Deutschland lag innerhalb der Europäischen Union (EU) auf Rang sechs. Dänemark hatte mit 43,60 Euro die höchsten Arbeitskosten je Stunde, Bulgarien mit 4,90 Euro die niedrigsten.

Erfasst wurden Arbeitsplätze in der Industrie sowie in wirtschaftlichen Dienstleistungen, also ohne den öffentlichen Dienst.

Besonders hoch waren die Arbeitskosten in der deutschen Industrie. Dort kostete eine Arbeitsstunde durchschnittlich 40,20 Euro. Das waren 49 Prozent mehr als im EU-Schnitt und Rang vier im Europa-Vergleich. Hohe Arbeitskosten können über höhere Produktivität der Anlagen ausgeglichen werden.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen, zu denen unter anderem die Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen zählen. Im vergangenen Jahr zahlten die Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 28 Euro Lohnnebenkosten. Damit lagen die Lohnnebenkosten den Angaben zufolge unter dem EU-Schnitt von 31 Euro.

(dpa)

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