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Ausblick auf Die Woche: Trump, EZB, WM

Die EZB im Frankfurter Osten ist eine der Institutionen, mit der die Mainmetropole im EU-Poker um die Bankenaufsicht punkten kann. Foto: dpa Bilder > Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Die EZB im Frankfurter Osten ist eine der Institutionen, mit der die Mainmetropole im EU-Poker um die Bankenaufsicht punkten kann. Foto: dpa

Heute beginnt die 24. Kalenderwoche des Jahres 2018. Und sie hat es wahrhaftig in sich. Eine Woche voller Spannung, Dramatik und historischen Ereignissen erwartet uns.

Tweets von Trump

Nach dem Ende des Gipfeltreffens der sieben großen Weltwirtschaftsmächte in Kanada ist Wundenlecken angesagt. Denn US-Präsident Trump hat es geschafft, die Europäer zu spalten. In der Frage um eine Rückkehr Russlands an den Verhandlungstisch sind die Italiener aus der EU-Phalanx ausgeschert. Bemerkenswert ist zudem die neuerliche Brüskierung der Elefantenrunde durch den vorzeitig abgereisten US-Präsidenten, der mit zwei Tweets gegen den kanadischen Gastgeber Trudeau nachtrat und der ohnehin weitgehend banalen Abschlusserklärung nachträglich seine Zustimmung entzog. Die Europäer müssen nun daran gehen, den angerichteten Scherbenhaufen zusammenzufegen und zu kitten, was noch zu kitten ist. Kommissionspräsident Juncker ist auf dem richtigen Weg, wenn er trotz der Stillosigkeit Trumps auf die USA zugeht. Denn die Europäer haben keine Alternative zu Verhandlungen. Diplomatische Kanäle müssen nun verstärkt genutzt werden, um eine Eskalation des Handelsstreites zu verhindern. Die Zölle auf Stahl- und Aluminium treffen die deutsche Wirtschaft wie den Rest Europas kaum. Doch die von Trump bereits angedrohte Ausweitung auf Autoimporte würde die deutsche Wirtschaft hart treffen. Denn jeder zweite Arbeitsplatz in der Industrie hängt von der Autobranche ab. Hoffen wir, dass Europa seine besten Diplomaten in Marsch setzt, um eine Lösung zu finden. Halbstarke wie der Franzose Macron sind in dieser Situation eher gefährlich.

Weltgeschichte

Nichts weniger als „Weltgeschichte“ wollen der amerikanische Präsident Donald Trump und der koreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Gipfeltreffen in Singapur schreiben. Der „Atomgipfel“ findet am Dienstag in einem Luxushotel auf einer vorgelagerten Insel statt. Die ganze Welt schaut zu. Im Mittelpunkt steht der seit Jahren anhaltende Streit über die Atomwaffen Nordkoreas. Trump hatte sogar eine Friedenserklärung ins Gespräch gebracht – 65 Jahre nach dem Ende der Kampfhandlungen im Korea-Krieg.

EZB unter Zugzwang

Die nächste Ratssitzung der Europäischen Zentralbank findet nicht wie üblich in Frankfurt, sondern wie jedes Jahr zur Sommerzeit in einem anderen Mitgliedsland statt. Donnerstag lädt Präsident Draghi ins lettische Riga. Doch diesmal wird es kein fröhlicher Sommerplausch. Es dürfte die wichtigste Sitzung in diesem Jahr werden. Erwartet wird, dass die ultra-lockere Geldpolitik der EZB ein klein wenig abgebremst und das Ende des laufenden Anleihekaufprogramms fixiert wird. Der Euro-Leitzins verbleibt damit weiterhin bei 0,0 Prozent, doch die Weichen für eine erste Erhöhung 2019 werden gestellt. Doch Sparer sollten sich nicht zu früh über eine Rückkehr von Guthabenzinsen freuen. Das Ende der Geldschwemme ist noch nicht erreicht, das Leiden der Anleger noch lange nicht vorbei.

Preise im Zielkorridor

Vor diesem Hintergrund sind die deutschen Inflationsdaten von besonderem Interesse. Sie werden kurz vor Bekanntgabe des EZB-Entscheids veröffentlicht. Im Mai waren die Verbraucherpreise hierzulande um 2,2 Prozent gestiegen. Mit 1,9 Prozent hat die Teuerungsrate in der Eurozone den Zielwert erreicht, den die EZB anstrebt. Auf dem Terminplan steht zudem der ZEW-Index, der die Stimmung der Börsenprofis widerspiegelt.

Titelverteidigung

Donnerstag ist Anpfiff zur Fußball-WM. Russland und Saudi-Arabien bestreiten die Eröffnungspartie. Das deutsche Team trifft am Sonntag auf Mexiko. Von WM-Fieber ist in Deutschland bisher zwar noch keine Spur. Doch nach dem ersten Sieg von Neuer, Müller & Co. wird sich das ändern. „Glück auf“ bei der Titelverteidigung!

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