Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Ausblick auf die Woche: 10. bis 15. Oktober

Von
Michael Balk Foto: (FNP) Michael Balk

Liebe Leser, mit dieser Rubrik machen wir Ihnen ein neues Angebot am Montag. Der Ausblick auf die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche soll Sie auf das einstimmen, was Ihre Wirtschaftsredaktion plant und was die Welt der Wirtschaft und die Finanzbranche für Sie als Verbraucher und Arbeitnehmer, als Aktionär und Familienmensch, als Sparer und neugieriger Zeitungsleser zu bieten hat.

Meine Kollegen und ich versuchen es möglichst unterhaltsam und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Mia san mia

Auf den Höhepunkt der Woche müssen wir noch ein paar Tage warten – genau genommen bis Samstag: Um 15.30 Uhr fordert die Eintracht in der Commerzbank-Arena das Star-Ensemble des deutschen Rekordmeisters Bayern München heraus. Nach einer Länderspiel-Pause läuft es bei der Mia-san-mia-Truppe in der Regel noch nicht richtig rund. Die Adler-Truppe ist nicht chancenlos, Trotzdem glaube ich, dass sich Qualität am Ende durchsetzen und für die SGE nichts zu holen sein wird. Mein Tipp: 0:2.

Streit um Börsenfusion

Die geplante Fusion der Deutsche Börse AG mit der London Stock Exchange hat die Gefühlslage der Frankfurter bisher noch nicht in Wallung gebracht. Das ist schade, denn die Frankfurter Wertpapierbörse ist ein elementarer Bestandteil des hiesigen Finanzplatzes, der Zehntausende Jobs und einen beträchtlichen Teil des Wohlstandes in der Rhein-Main-Region begründet. Daher sollten wir alle ganz genau hinschauen, was mit dieser Perle geschieht. Die Bedingungen, unter denen die deutsch-britische Börsenfusion zustande kommen soll, sind nämlich höchst problematisch – aus meiner Sicht inakzeptabel. Viele Experten und sämtliche Fraktionen des hessischen Landtages sind zu der Überzeugung gelangt, dass Frankfurt von einem Zusammengehen nur dann profitieren kann, wenn der künftige Konzernsitz am Main verbleibt und nicht wie geplant, an die Themse abwandert. Leider ist das Thema zuletzt in der Versenkung verschwunden. Das wollen wir ändern. Es muss endlich Feuer unters Dach – mehr Streitkultur, bitte! Morgen stellen wir Ihnen daher einige Thesen eines neuen Gutachtens vor, das der Börsenexperte Prof. Burgard derzeit erstellt.

Nobelpreis

Heute werden Sie erfahren, wer mit dem Nobelpreise für Wirtschaftswissenschaften dekoriert wird – auf www.fnp.de, im Radio und Fernsehen. Mehr Details und Hintergründe dazu lesen Sie morgen bei uns.

Happy Birthday

Mitte der Woche feiert unser Politik-Chef Dr. Sattler Geburtstag – oder hätte ich das lieber nicht verraten sollen, lieber Dieter?

Bank im Würgegriff

Wenn ein seriöses Finanzinstitut täglich neue Schlagzeilen produziert, dabei auch in der Boulevard-Presse für Titelstorys sorgt, dann ist in diesem Haus etwas oberfaul. Die Deutsche Bank ist im Würgegriff von Spekulanten, dealt mit der US-Justiz um Milliardenstrafen, hat zigtausend Prozesse an der Backe und muss zusehen, wie der Aktienkurs immer tiefer fällt. Bank-Chef John Cryan ist abgetaucht. Er hat zuletzt einen eher hilflosen Eindruck gemacht. Wollen wir hoffen, dass er seine Abstinenz zum Ausarbeiten eines Master-Plans genutzt hat, um den wankenden Banktürmen wieder mehr Stabilität zu verleihen. Ohne Prophet zu sein, sage ich, dass uns die Deutsche Bank auch in dieser Woche intensiv beschäftigen wird.

In Lauerstellung

Der Beginn der Bilanzsaison in den USA bringt frischen Wind an die Aktienmärkte. Auf allzu große Sprünge sollten sich Anleger in der neuen Woche nicht einstellen. Wegen der nahenden US-Präsidentschaftswahl befinden sich immer mehr Investoren in Lauerstellung. Wir erwarten große Schwankungen an den Aktien- und Devisenmärkten, bis Anfang November klar ist, ob die seriöse, aber langweilige Demokratin Hillary Clinton oder die republikanische Skandalnudel Donald Trump ins Weiße Haus einziehen wird.

Innogy: Alles öko?

Genau verfolgen werden wir die Kursentwicklung der RWE-Ökotochter Innogy, deren Börsendebüt am Freitag durchwachsen verlief. Der – nach Meinung der meisten Beobachter – überzogene Emissionspreis konnte nur dank Stützungskäufen der Banken bis zum Handelsschluss gehalten werden. Wenn Sie Interesse an der Aktie haben, sollten Sie abwarten. Sie kommen bestimmt noch preiswerter zum Zug.

Ihre Meinung

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns in den nächsten Tagen und Wochen kurz schreiben, wie Ihnen unser launiger Wochen-Starter gefällt. Am besten per Mail an:
wirtschaft@fnp.de

Zur Startseite Mehr aus Wirtschaft

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse