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Wirtschaft: Ausblick auf die Woche: Euro, Merkels Erbe und Konsumlaune

Symbol / dpa Symbol / dpa

Die 19. Bundestagswahl ist gelaufen. Rund 44 Millionen Wähler haben ihre Stimme an der Wahlurne abgegeben. Das Ergebnis überrascht nicht: Die alte wird auch die neue Bundeskanzlerin sein: Merkel IV. Der Ausgang der Deutschlandwahl wird das dominierende Thema in dieser Woche sein: In den Familien, am Arbeitsplatz, in den TV-Talkshows und auch an der Frankfurter Börse.

Starker Euro

Erratische Bewegungen an den Finanzmärkten sind nicht zu erwarten. Der Euro wird weiter stark bleiben. Denn auch die künftige Bundesregierung baut auf die Europäische Union. Die meisten Börsianer hatten die Wahl als „Non-Event“ für Aktienmärkte bezeichnet. Dennoch: Gut möglich, dass die Anleger die Kanzlerin heute mit einem klitzekleinen Kurssprung feiern werden. Denn das Ergebnis signalisiert vor allem: Keine Experimente, dafür Kontinuität in der Regierungspolitik. Das mögen die Börsianer.

Michael Balk Bild-Zoom Foto: (FNP)
Michael Balk

Merkels Erbe

Die nächsten vier Jahre werden darüber entscheiden, welches politische Erbe Angela Merkel hinterlässt. Ob sie als Kanzlerin in die Geschichte eingeht, die das Land mit zunehmender Dauer ihrer Regentschaft mehr verwaltet als reformiert – das Modell Helmut Kohl. Oder ob sie 2021, am Ende der Legislaturperiode, eine Bundesrepublik hinterlässt, die besser auf die vor ihr liegenden Herausforderungen vorbereitet ist als heute – das Modell Gerhard Schröder. Ein Steuerreförmchen, ein bisschen Breitbandausbau, ein bisschen Bildung: Alles richtig und wichtig, doch politische Vermächtnisse sehen anders aus.

Geschäftsklima

Dass es sich in Deutschland gut leben lässt, hat die CDU auf ihren Wahlplakaten verkündet. Die Bestätigung für den robusten Aufschwung, die gute Konjunkturentwicklung bei anhaltender Rekordbeschäftigung und niedriger Teuerungsrate werden die Konjunktur-Barometer in den nächsten Tagen liefern. Heute wird der Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Das ist der wichtigste Seismograph für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden sechs Monate. Mehrere tausend Unternehmer werden dazu befragt.

Die Inflationsrate für den September melden die Statistiker am Donnerstag. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte moderat bleiben. Allerdings haben sich die Spritpreise zuletzt wieder nach oben bewegt.

Konsumlaune

Das insgesamt recht stabile Preisniveau befeuert weiter die Konsumlaune der Bundesbürger. Darüber wird die Gesellschaft für Konsumforschung Auskunft geben. Zum Ende der Woche erwarten wir die neuesten Erfolgszahlen der Bundesagentur für Arbeit. Die glänzende Beschäftigungslage im Land ist gewiss auch ein Grund, warum das Thema „Arbeitsplatzsicherheit“ auf der Sorgenskala nicht mehr ganz vorne rangiert.

Air Berlin, wohin?

Eine wegweisende Entscheidung muss der Aufsichtsrat der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin treffen. Das Kontrollgremium wird das Fell des Bären verteilen müssen. Es geht dabei um fast 2000 Arbeitsplätze. Durchgesickert ist bereits, dass die Lufthansa mit dem Löwenanteil von Air Berlin rechnen darf. Die Rede ist von 80 der insgesamt 144 Flieger der Berliner. Was geht an Condor und Easyjet? Haben Niki Lauda, Utz Claasen und Rudolf Wöhrl eine Chance?

222-Millionen-Mann

Auch in den Fußballstadien der Champions-League knistert es zur Wochenmitte. Die Borussen aus Dortmund empfangen Real Madrid. Das Spiel ist leider nur im Pay-TV bei Sky zu sehen. Das ZDF überträgt am Mittwoch die Partie zwischen PSG und Bayern München. Ein Leckerbissen für die Fans, den 222-Millionen-Mann Neymar im Trikot seines neuen Clubs spielen zu sehen. Bleibt zu hoffen, dass Münchens teuerster Neuzugang Tolisso (41 Mio. Euro Ablöse) den PSG-Brasilianer zum Statisten degradieren kann und Bayern-Eigengewächs Thomas Müller den Siegtreffer für den deutschen Meister schießen wird.

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