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Billigflieger, Sparfüchse und Co.: Ausblick auf die Woche in der Wirtschaft

Die Rhein-Main-Ballungsregion pulsiert auch in Zeiten, in denen andere in eine ausgeprägte Juli-Siesta verfallen.
Die Stada-Zentrale in Bad Vilbel Die Stada-Zentrale in Bad Vilbel
Frankfurt. 

Von wegen Sommerloch! Und ich meine jetzt nicht die skandalösen, durch nichts zu rechtfertigenden Ausschreitungen hirnloser Chaoten in Hamburg. Dazu an anderer Stelle mehr. Ich denke in erster Linie an den Frankfurter Flughafen und den Bad Vilbeler Arzneimittel-Konzern Stada. Die jüngsten Entwicklungen haben an beiden Orten Menschen mobilisiert, zum Widerspruch angeregt, zum Kopfschütteln wie zum Applaudieren. Es ist richtig Musik drin im Sommer 2017. Die Rhein-Main-Ballungsregion pulsiert auch in Zeiten, in denen andere in eine ausgeprägte Juli-Siesta verfallen.

Zwist um Billigflieger

Die erste Aufregung um die Ankündigung von Fraport-Chef Stefan Schulte über den Turbo-Bau eines eigenen Flugsteiges für Billigflieger hat sich noch nicht gelegt. Die einen jubeln, weil sie darauf hoffen, ab 2020 auch von Frankfurt aus zu Schnäppchenpreisen in den Urlaub fliegen zu können. Andere haben neue Jobs und Chancen im Visier, die Ryanair, Easyjet & Co. im Handgepäck mit an den Main bringen. Und nicht wenige in der Rhein-Main-Region sind zornig, weil sie einen Anstieg der Fluglärmbelastung fürchten. Die Meinungen stehen sich teilweise unversöhnlich gegenüber. Wir bleiben am Ball!

Raubtierkapitalismus

In der beschaulichen Mineralwasser-Hochburg Bad Vilbel spielen sich während der traditionsreichen Burgfestspiele Szenen aus dem Raubtierkapitalismus ab. Die an der Börse notierte Stada Arzneimittel AG ist zum Spielball von milliardenschweren Finanzinvestoren geworden. Der erste Übernahmeversuch ist gescheitert. Doch Ruhe ist nicht eingekehrt. Im Gegenteil, die Führungsspitze wurde gefeuert, um den beiden Angreifern Bain Capital und Cinven zu einer zweiten Chance zu verhelfen. Kurz darauf sind auch die in der ersten Runde unterlegenen Investorengruppen Permira und Advent wieder an den Pokertisch zurückgekehrt. Und zuletzt kamen Spekulationen hoch, dass sich der US-Hedgefonds Elliott einmischen will. Es bleibt spannend in der Wetterau, besonders, wenn die sogenannten Heuschrecken auftauchen.

Date mit Schäfer

Bereits heute haben wir ein Date mit Hessens Finanzminister Thomas Schäfer. Dabei wollen wir von ihm erfahren, wie weit die Gespräche über den Umzug wichtiger EU-Aufsichtsbehörden aus London gediehen sind. Für Frankfurt spielt dabei besonders die Bankenaufsicht EBA eine zentrale Rolle. Aber auch das Euro-Clearing, das einen billionenschweren außerbörslichen Markt für Euro-Finanzprodukte repräsentiert, können sich viele Finanzfachleute in Eschborn unter dem Dach der Deutschen-Börse-Tochter Eurex vorstellen. Der Brexit macht es möglich.

Überflieger im Dax

Die Börse ist ein gutes Stichwort. Wir wollen in dieser Woche eine Zwischenbilanz ziehen: Wie haben sich die Aktienkurse der Dax-Werte im bisherigen Jahresverlauf entwickelt? Auffällig waren vor allem die hohen Zugewinne bei der Lufthansa und zuletzt bei der Commerzbank. Analysten rechnen inzwischen mit einer Fortsetzung des positiven Börsenklimas in der zweiten Jahreshälfte – angetrieben vor allem von sehr guten Bilanzzahlen für das zweite Geschäftsquartal 2017 von April bis Ende Juni. Traditionell startet Dax-Schwergewicht SAP mit der Berichterstattung. Am 20. Juli geht’s los.

Sparfüchse

In unserer Serie „Gründer in Hessen“ geht es in Teil drei um ein junges Unternehmen, das eine originelle Sparidee entwickelt hat. Die drei Tüftler, die an der Software und der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells feilen, haben ihre Büros im Frankfurter Osten, im Schatten der EZB. Wir haben sie besucht und mit ihnen geredet.

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