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Arbeitslosenzahlen, Inflationsrate, CSU-Klausur: Ausblick auf die Woche

Thomas Foto: (FNP) Thomas

Ein Jahr zum Vergessen sei 2016 gewesen – diese Einschätzung habe ich in den vergangenen Tagen mehrfach gelesen. Zutreffend ist sie freilich nur für die Nachrichten-Konsumenten. Die Brexit-Wahlkämpfer hingegen, die vielen Terroropfer in aller Welt und die Ausgebombten von Aleppo werden sich – wenn sie überlebt haben – noch sehr lange an die Ereignisse des vergangenen Jahres erinnern.

Ob 2017 besser werden wird? Das kann niemand mit Sicherheit vorhersagen, doch gibt es Anlass für Hoffnungen. Die vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump angekündigte Politik des Protektionismus dürfte frühestens 2018 zu spüren sein, zuvor könnten von Konjunkturprogrammen oder Steuersenkungen eher positive Impulse ausgehen, von denen auch die deutsche Wirtschaft profitieren könnte.

Deren zuletzt kräftiges Wachstum wird sich im kommenden Jahr, bereinigt um die Zahl der Arbeitstage, nach Einschätzung vieler Wirtschaftsforscher nur unwesentlich abschwächen; lediglich einige Konjunkturexperten sind skeptischer.

Job-Aufschwung hält an

Am Dienstag stellt die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg ihre monatlichen Zahlen vor. Für Dezember rechnen Ökonomen saisonbedingt mit einem leichten Anstieg der Zahl der Arbeitslosen um 55 000 auf rund 2,59 Millionen. Das sind 90 000 weniger als vor einem Jahr. 2017 dürfte die Zahl der Erwerbssuchenden nach Einschätzung der meisten Experten im Jahresdurchschnitt um 30 000 bis 100 000 steigen. Zwar läuft die deutsche Jobmaschine weiter rund, es entstehen neue Arbeitsplätze: Die Zahl der Erwerbstätigen wird laut Prognosen um 300 000 bis 400 000 wachsen. Doch drängen immer mehr Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt, so dass die Zahl der neuen Stellen vermutlich nicht ausreicht, um einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit zu erreichen.

Die Sparer leiden

Ebenfalls am Dienstag wird das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die Inflationsrate für den Dezember vermelden. 2016 lag die Teuerung noch niedrig, wodurch Anleger trotz der niedrigen Zinsen keine Verluste erlitten haben, wenn sie zumindest einen kleinen Teil ihres Geldes in Dax oder Dollar investierten. Doch 2017 dürfte das Ergebnis schlechter ausfallen. „Es könnte das allerschlechteste Jahr für Kleinsparer seit langem werden“, fürchtet Clemens Fuest, der Präsident des Münchner Ifo-Instituts. Schuld daran sei die steigende Inflation, die in Deutschland auf 1,5 Prozent zulegen werde, während die Zinsen weit darunter blieben: „Das heißt, das Vermögen der Bürger wird so stark wie lange nicht mehr entwertet.“

Elektronik-Paradies

In Las Vegas startet am Donnerstag (nach zwei Pressetagen) der größte Marktplatz fürs moderne Spielzeug für Erwachsene. Neue Smartphones, noch größere Flachbildschirme oder Super-Kopfhörer werden auf der „Consumer Electronics Show (CES) in Hülle und Fülle zu sehen sein. Informieren können sich die Besucher auch über den Mobilfunk der Zukunft (5G). Die 50. Auflage der Fachmesse ist die größte in ihrer Geschichte, verteilt über fast die gesamte Spielerparadies-Stadt zeigen 3800 Unternehmen ihre Innovationen.

Orthodoxes Weihnachten

In den USA und Westeuropa ist Weihnachten zwar schon vorbei, über Last-Minute-Geschenke können sich in Las Vegas aber zumindest die Millionen orthodoxen Gläubigen weltweit informieren. Die feiern ihr Weihnachtsfest nämlich erst am Samstag.

CSU-Klausur zieht um

Eine – zumindest für Bayern – revolutionäre Neuerung steht schon am Mittwoch an. Dann beginnt die traditionelle Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag, das wichtigste Strategietreffen der kleineren Unionspartei – und zwar erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten nicht in Wildbad Kreuth in den oberbayerischen Alpen, sondern im Kloster Seeon nahe des Chiemsees. Gäste sind neben CSU-Chef Horst Seehofer auch die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg und Siemens-Chef Joe Kaeser. Im Gegensatz zu den Kollegen von der Landtagsfraktion, die wegen des Umbaus der früheren Tagungstätte Kreuth zu einem Wellnesshotel ab 16. Januar ins oberfränkische Kloster Banz ausweichen, bleiben die CSU-Bundestagsabgeordneten immerhin in Oberbayern. Zur Erinnerung: Vor 40 Jahren hatte die CSU in Kreuth die – letztlich nie umgesetzte – Trennung von der CDU-Bundestagsfraktion beschlossen.

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