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Ausblick auf die Woche

Symbolbild Symbolbild
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus“, heißt es in dem schönen spätromantischen Gedicht von Emanuel Geibel, das als Frühlingslied bei Chören heute noch beliebt ist. Ähnlich starke Frühlingsgefühle wie Geibel sie empfunden hat, beherrschen derzeit auch den Dax: Die Kursausschläge, die das Börsenbarometer in der vergangenen Woche zeigte, sind beeindruckend. Um insgesamt 2,2 Prozent hat der Dax da zugelegt und ist dabei von Rekord zu Rekord geeilt: hoch bis auf 12716 Punkte. Beflügelt wurden die Kurse vor allem von der Vorfreude auf die vermutlich gut ausgehende Präsidentenwahl in Frankreich mit dem Sieg des gemäßigten Kandidaten Macron.

Mit dem gestrigen Sieg Macrons könnte sich der Dax in weitere Höhen schwingen – auch wenn der Erfolg des parteilosen Linksliberalen wohl schon weitgehend eingepreist gewesen ist. Die klassische Börsenweisheit „Sell in May and go away“, scheint jedenfalls in diesem Jahr nicht zu gelten.

Panagiotis Koutoumanos Bild-Zoom Foto: (FNP)
Panagiotis Koutoumanos

Dazu tragen auch die bislang guten Quartalszahlen der Unternehmen bei. Experten rechnen für das erste Quartal mit einem Gewinnplus von insgesamt durchschnittlich knapp 14 Prozent.

Commerzbank

Diese Woche stehen jede Menge Firmenbilanzen im Fokus der Anleger: Rund ein Dutzend Dax-Werte wird seine Zahlen vorlegen. Dazu gehört auch die Commerzbank. Da hat Vorstandschef Martin Zielke Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis gemacht. „Die Ergebnisse sind ordentlich ausgefallen“, sagte er auf der Hauptversammlung in Frankfurt. Analysten rechnen im Schnitt damit, dass die Erträge der Bank vor Risikovorsorge im Lichte des Zinstiefs binnen Jahresfrist um knapp 70 Millionen auf 2,247 Milliarden Euro nachgegeben haben. Das operative Ergebnis sollte demnach auch infolge zunehmender Risikovorsorge um ebenfalls 70 Millionen bzw. rund ein Viertel auf 203 Millionen Euro eingebrochen sein. „Gut“ und ordentlich sind eben eine Sache der Perspektive.

Fraport

In der zweiten Dax-Reihe veröffentlicht diese Woche die Fraport AG ihre Zahlen fürs erste Quartal. Gemessen an den Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen scheint dem Dax-Konzern ein guter Start ins Jahr gelungen zu sein, für das Vorstandschef Stefan Schulte einen deutlichen Anstieg der Erlöse und des bereinigten Gewinns vorausgesagt hat. In den ersten drei Monaten haben jedenfalls erstmals mehr als 13 Millionen Fluggäste Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz genutzt – ein Plus von 1,5 Prozent. Darüber hinaus erhoffen sich Beobachter Informationen darüber, inwieweit sich Fraport und Lufthansa bei ihrem Gebührenstreit angenähert haben. Die Lufthansa hatte Fraport wegen Gebührennachlässe für Ryanair am größten deutschen Flughafen mit Konsequenzen gedroht. Hintergrund des Streits sind die neuen Flughafengebühren in Frankfurt, mit denen Schulte vor allem Billigfluggesellschaften an den Rhein-Main-Flughafen locken will. Aus Sicht der Lufthansa wird Ryanair mit den neuen Gebühren bevorzugt. Sie fordert die gleichen Konditionen für ihre Billigflugtochter Eurowings, die 2018 in Frankfurt starten soll.

Stada

Für die Quartalszahlen des Bad Vilbeler Pharma-konzerns dürfte sich am Donnerstag kaum jemand interessieren. Viel wichtiger ist die Frage, wie es mit dem Unternehmen weitergeht, das nach 122 Jahren seine Eigenständigkeit verloren hat. Stolze 5,318 Milliarden Euro wollen die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven für den MDax-Konzern zahlen. Die Aktionäre des Pharmakonzerns können ihnen bis zum 8. Juni ihre Papiere andienen. Dass sie das tun werden, ist sicher. Fragt sich nur, was Stada leisten muss, damit Bain und Cinven eine ordentliche Rendite auf die 5,318 Milliarden Euro erwirtschaften können.

Techtextil

„Beam mich hoch, Scotty!“ Für eine Reise ins Weltall muss allerhand Material transportiert werden – vor allem aber sind technische Textilien erforderlich. Wo die alle drinstecken, zeigt das Sonderareal „Living in Space“ der diesjährigen Messen Techtextil und Texprocess, die vom 9. bis 12. Mai in Frankfurt stattfinden. Und weil dieses Sonderareal in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) gestaltet worden ist, wird auch ESA-Astronaut Reinhold Ewald in Frankfurt mit von der Partie sein.

Die Techtextil und Texprocess finden alle zwei Jahre statt. 2015 besuchten rund 28 500 Besucher die beiden Messen, die ganz im Zeichen von Technischen Textilien, Materialinnovationen und den neuesten Maschinen zur Verarbeitung von Textilien stehen.

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