Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Wirtschaft: Ausblick auf die Woche

Symbolbild: dpa Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn Symbolbild: dpa

Neben den „Oscars“ sind sie wohl die bekanntesten Ehrungen der Welt: die Nobelpreise. In der vergangene Woche haben die Jurys in Stockholm und Oslo schon die – vom schwedischen Industriellen Alfred Nobel gestifteten – Auszeichnungen in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur, und Frieden vergeben. Heute wird das Geheimnis um den Wirtschafts-Nobelpreis gelüftet.

Dass der Preis in der Kategorie Wirtschaft erst am Schluss vergeben wird, hat seinen guten Grund. Es handelt sich dabei nämlich nicht um einen echten Nobelpreis. Die werden schon seit 1901 verliehen. Doch den „Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften“ gibt es erst seit 1968 – und er wird von der schwedischen Reichsbank gestiftet. Mit Alfred Nobel hat dieser Preis nichts zu tun, wie die Nachfahren immer wieder betonen – und zitieren dabei gerne aus einem Brief Nobels, in dem er über die Wirtschaftswissenschaften schrieb, er „hasse sie von Herzen“.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Nobel hätte „niemals“ zugestimmt, dass in seinem Namen ein Wirtschaftspreis vergeben wird, sagen sie. „Alfred Nobel hatte ein sehr negatives Bild von der ökonomischen Theorie“, und obwohl er ein überaus erfolgreicher Industrieller war, „sah er sich selbst nicht als Geschäftsmann, sondern als Wissenschaftler und Erfinder“, so seine Nachfahren.

Die Familie fordert daher, dass die Auszeichnung für die Ökonomen nicht mehr „Nobel“ im Namen führt – sondern schlicht „Preis der schwedischen Reichsbank“ heißt. Doch dieser Wunsch wird hartnäckig ignoriert. Stattdessen hat die Reichsbank alles unternommen, damit ihre Auszeichnung möglichst genauso aussieht wie die echten Nobelpreise: Sie wird gleich dotiert, zeitgleich verkündet und ebenfalls vom schwedischen König überreicht. Die Absicht dieser Inszenierung ist offensichtlich: Die Ökonomie soll zu einer Art Physik-Variante geadelt werden, in der ebenfalls quasi Naturgesetze gelten. Es soll der Eindruck entstehen, dass die Volkswirte Wahrheiten verkünden, die fern aller Politik und Ideologie sind.

K+S mit neuer Strategie

Diesen Eindruck wollen zuweilen auch Konzernbosse erwecken. Heute wird der im Mai angetretene Vorstandschef von K+S, Burkhard Lohr, erklären, wie der MDax-Konzern aus Kassel seine Zukunft in den kommenden Jahren erfolgreich gestalten will. „Shaping 2030“ heißt das Programm, das er vorstellen will. Gerade angesichts des Umstands, dass der Kali- und Salz-Produzent im August seine Ziele bis 2020 zurücknehmen musste, mag der weite Horizont des Programms einerseits überraschen. Andererseits wird der 57-jährige Loehr sicherlich gar nicht so lange im Amt sein, um sich am Ende verantworten zu müssen, falls die Ziele verfehlt werden sollten. Lohr steht ohnehin unter Druck: Als er noch Finanzvorstand von K+S war, lehnte die Konzernführung im Sommer 2015 eine Übernahme-Offerte des Wettbewerbers Potash über 41 Euro pro Aktie ab. Derzeit dümpelt das Papier bei 22 bis 23 Euro.

Wer sorgt besser vor?

Zurecht schauen viele Bundesbürger besorgt in die Zukunft, wenn es um ihre Rente geht. Für viele wird es sehr schwer werden, ihren Lebensstandard zu halten, wenn sie sich allein auf die gesetzliche Rente verlassen. Aber unternehmen die Deutschen genug, um die „Rentenlücke“ zu stopfen? In welchen Regionen Deutschlands sorgen die Menschen im Schnitt besser vor, in welchen schlechter? Gibt es da nennenswerte Unterschiede zwischen erwerbstätigen Frauen und Männern? Und sind die Jüngeren besonders gefährdet? Auf diese Fragen will diese Woche der renommierte Professor Dr. Bernd Raffelhüschen Antworten liefern. Im Auftrag der Kapitalanlage-Gesellschaft Union Investment hat er einen „Vorsorge-Atlas“ erstellt.

Zur Startseite Mehr aus Wirtschaft

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse