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Ausblick auf die Woche

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Niemand bewegt die Börsen so sehr wie Donald Trump. Mit seinen Wortmeldungen über Twitter – seiner persönlichen Nachrichtenagentur – oder in Interviews, mit seinen Aussagen vor Unternehmenschefs und Dekreten bestimmt der US-Präsident das Geschehen an den Märkten. Und das in größerem Ausmaß als die Konzerne mit ihren Geschäftszahlen.

Trump und die Fed

Ein ähnliches Erlebnis könnte Trump in dieser Woche der US-Notenbank Fed bereiten, die dieses Jahr schon zwei Mal die Leitzinsen erhöht hat: Bis zum 1. November will US-Präsident Donald Trump bekanntgeben, wer künftig die Fed leitet. Und ausgerechnet am 31. Oktober und am 1. November tagt der geldpolitische Ausschuss der Fed. Da kann die amtierende Fed-Chefin Janet Yellen nur hoffen, dass der Narziss nicht während der laufenden Sitzung auf Sendung geht. Dem US-Präsidenten Trump passt Yellens Kurs bekanntlich nicht in den Kram: Höhere Zinsen locken Geldanleger an, was – zumindest nach der Schulweisheit der Ökonomen – den Dollarkurs weiter nach oben treibt, Exporte erschwert und das Außenwirtschaftsdefizit steigert. Auch verteuern höhere Zinsen das staatliche Schuldenmachen. Beides konterkariert Trumps Pläne, durch mehr Exporte mehr Industrie-Jobs zu schaffen und auf Pump die Konjunktur anzukurbeln.

Fraport und Nachtruhe

Da kann sich Stefan Schulte doch glücklich schätzen, dass er mit der Fraport AG bislang nicht ins Visier des US-Präsidenten geraten ist. Ein unangenehmes Twitter-Gewitter bräche über den Vorstandschef erst aus, wenn in den USA ein Terroranschlag von jemandem verübt werden würde, der vom Frankfurter Flughafen aus in die Vereinigten Staaten gelangt wäre. Ob diese Vorstellung Schulte den Schlaf raubt? Aber der hat ja schon genug Feinde unter den Anwohnern, denen der Frankfurter Flughafen den Schlaf raubt. Und nachdem nun offenbar geworden ist, dass Ryanair häufig in den Nachtrandstunden landen musste, ist der Protest gegen die Billigflieger-Strategie der Fraport lauter geworden. Entsprechende Fragen wird sich Schulte am Donnerstag gefallen lassen müssen, wenn er die Geschäftsentwicklung der Fraport AG präsentiert. Aber die wird der Manager in seiner souveränen Art wohl an sich abperlen lassen.

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