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Autozulieferer Continental stemmt sich gegen die E-Quote

Elektroauto an einer Stromtankstelle. Foto: Lino Mirgeler Elektroauto an einer Stromtankstelle.
Hannover. 

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat sich gegen staatliche Quoten für den Anteil von Elektroautos ausgesprochen. Innovationen seien viel überzeugender als künstliche Eingriffe, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart auf der IAA.

„Die Akzeptanz für neue Technologien kann mit politischen Mitteln nicht erzwungen werden”, sagte er mit Blick etwa auf Kaufprämien für Elektroautos. Eine E-Quote plant beispielsweise China. Degenhart bestätigte zudem die Prognose für das laufende Geschäftsjahr - Continental geht demnach von Erlösen von mehr als 44 Milliarden Euro aus.

Die Marge auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern soll im laufenden Jahr über 10,5 Prozent liegen. Nach sechs Monaten lag Conti mit einer bereinigten Marge von 10,7 Prozent auf Kurs zu diesem Ziel. Der Umsatz zog in den ersten sechs Monaten um zehn Prozent auf 22 Milliarden Euro an. Unter dem Strich blieben im ersten Halbjahr knapp 1,5 Milliarden Euro in der Kasse. Vor Jahresfrist waren es mehr als 1,6 Milliarden Euro.

Degenhart kündigte an, dass der digitale Umsatz mit Elektronik, Software und Sensoren deutlich wachsen werde. Heute belaufe sich der Anteil auf 60 Prozent, in den kommenden Jahren werde er auf 70 Prozent steigen. Das Geschäft rund um Sensorik, Software-Dienstleistungen und E-Mobilität solle nicht allein den Herstellern überlassen werden, betonte er.

Bis 2025 rechnet Continental mit einem Weltmarktumsatz für Technologien zum automatisierten Fahren von mehr als 30 Milliarden Euro - etwa doppelt so viel wie für 2020 prognostiziert. Continental hält nach Degenharts Worten einen Anteil von 15 Prozent am Weltmarkt für Fahrerassistenzsysteme: „Wir sehen hier klar weiteres Potenzial.”

(dpa)
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