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Bafin-Chef Hufeld: Zinsflaute schlägt immer stärker durch

Der Präsident der Finanzaufsicht Bafin. Foto: Arne Dedert Der Präsident der Finanzaufsicht Bafin. Foto: Arne Dedert
Frankfurt/Main. 

Das Zinstief setzt Deutschlands Finanzbranche immer stärker zu. Der Präsident der Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, bescheinigte Banken und Lebensversicherern zwar, insgesamt für eine fortdauernde Zinsdurststrecke gerüstet zu sein.

Das gelte jedoch nicht unbedingt für alle Lebensversicherer, insbesondere die schwächeren. „Mancher Eigentümer wird sich darauf einstellen müssen, das Eigenkapital seines Unternehmens stärken zu müssen”, sagte Hufeld am Dienstagabend in Frankfurt laut Redetext.

Je länger das Zinstief anhalte, desto mehr müssten sich auch die Banken anstrengen, um auf lange Sicht profitabel zu wirtschaften und ein ausreichendes Kapitalpolster zu erhalten, mahnte Hufeld. Die Institute müssten Kosten senken, andere Ertragsquellen erschließen oder ihr Geschäftsmodell hinterfragen. Den Geldhäusern brechen wegen der Zinsflaute die Erträge weg.

Zugleich sprach sich Hufeld dafür aus, kleinere Banken weniger streng zu regulieren. Bei der geplanten Überarbeitung des Rahmens für europäische Institute müsse es auch um Erleichterungen für kleinere Häuser gehen, zum Beispiel bei den Berichtspflichten. Zugleich betonte der Bafin-Chef: „Eine regulatorische Rolle rückwärts in Richtung Vorkrisenregulierung wird es nicht geben.”

Die Bafin beaufsichtigt 1500 kleinere und mittelgroße Banken in Deutschland direkt und ist zudem für die Versicherungsaufsicht zuständig.

(dpa)
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