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Geld: Bald gibt’s mehr Geld: Das ändert sich in 2018

Weil Löhne und Gehälter gestiegen sind, steigen die Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen. Außerdem gibt es neue Steuerfreibeträge und höhere Mindestlöhne.
Der Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt. Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild) Der Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt.

Die Sommerzeit ist längst vorbei, die Uhren sind umgestellt. Für sensible Menschen mag das schon die bedeutendste Änderung sein, die der Gesetzgeber in der dunklen Jahreszeit bereit hält. Aber wer seine Finanzen im Griff behalten will, sollte auch die Änderungen beachten, die zum Jahreswechsel anstehen.

  Rentenversicherung: Wie praktisch jedes Jahr steigen auch im kommenden Jahr die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Beitragsgrenze West liegt ab Januar 2018 bei 6500 Euro pro Monat und damit 150 Euro über dem Limit von 2017. Die Beitragsgrenze in den neuen Bundesländern steigt ebenfalls, und zwar von 5700 Euro pro Monat auf 5800 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung erhöhen sich die Bemessungsgrenzen auf 7150 Euro (Ost) und 8000 Euro (West). Die Beitragsbemessungsgrenzen markieren das Maximum, bis zu welchem Sozialversicherungsbeiträge erhoben werden. Der über diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens ist jeweils beitragsfrei.

  Krankenversicherung: Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist bundeseinheitlich. Sie steigt von 52 200 Euro im Jahr 2017 auf 53 100 Euro im Jahr 2018. Die Versicherungspflichtgrenze in der GKV klettert auf 59 400 Euro, in 2017 lag sie bei 57 600 Euro. Wer über die Versicherungspflichtgrenze hinaus verdient, der kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Beschäftigte, die von der privaten Krankenversicherung in die GKV zurückkehren wollen, deren Bruttogehalt muss 2018 unter dem Limit von 59.400 Euro liegen. Zudem dürfen sie noch keine 55 Jahre alt sein. Urlaubs- und Weihnachtsgeld fließen in den Betrag mit ein.

  Mutterschutz: Das Mutterschutzgesetz galt bisher nur für Frauen, die in einem festen Arbeitsverhältnis stehen oder die Heimarbeit durchführen. Ab 2018 gilt der Schutz auch für Auszubildende, Praktikantinnen, Schülerinnen und Studentinnen, arbeitnehmerähnliche Selbstständige und Frauen mit Behinderung, die in einer entsprechenden Werkstatt beschäftigt sind. Zugleich sollen die Arbeitszeiten für schwangere Frauen flexibler werden. Sofern sie einwilligen, dürfen sie künftig auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten sowie abends bis 22 Uhr. Arbeitgeber bedürfen dafür allerdings einer behördlichen Genehmigung. Die Schwangere darf aber auf keinen Fall alleine arbeiten. Hilfe durch Kollegen muss stets gesichert sein.

  Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag ist der Teil des jährlichen Einkommens, der von Steuern verschont bleibt. Er soll das Existenzminimum eines jeden Bürgers sichern. Der Grundfreibetrag steigt ab Januar um 180 Euro auf 9000 Euro an. Beim Ehegattensplitting verdoppeln sich die Beträge entsprechend. Überschreiten die Einkünfte den Freibetrag, fällt Einkommenssteuer an.

  Kinderfreibeträge: Der für Eltern steuerlich entlastend wirkende Kinderfreibetrag wird um 72 Euro auf 4788 Euro angehoben. Gleichzeitig steigt das Kindergeld erneut um zwei Euro. Es beträgt 194 Euro für das erste und zweite Kind. 200 Euro gibt es für das dritte und 225 Euro für jedes weitere Kind. Der Unterhaltshöchstbetrag klettert auf 9000 Euro und liegt damit 180 Euro über dem Limit von 2017.

  Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2018 genauso hoch wie 2017, und zwar bei 8,84 Euro je Arbeitsstunde. Allerdings können die einzelnen Branchen darüber hinausgehende Vereinbarungen treffen. Dies haben zum Beispiel die Elektrobranche, die Pflegebranche und das Malerhandwerk getan. Im Elektrohandwerk steigt der Mindestlohn von 10,65 Euro (West) und 10,40 Euro (Ost) auf bundeseinheitlich 10,95 Euro je Stunde. In der Pflege steigen die Beträge von 10,20 Euro (West) und 9,50 Euro (Ost) auf 10,55 Euro und 10,05 Euro je Stunde. Für ausgebildete Maler und Lackierer steigen die Sätze im Westen von 13,10 Euro auf 13,30 Euro pro Stunde und im Osten von 11,85 Euro auf 12,40 Euro pro Stunde.

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