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Werbekampagne gestartet: Bei Fraport sind 1800 Stellen frei

Mit einer breiten Kampagne im Rhein-Main-Gebiet sucht der Flughafenbetreiber Fraport Bewerber für 1800 Stellen.
Eine Recruiting-Kampagne von Fraport macht Mitarbeiter des Konzerns zu Werbeträgern. Eine Recruiting-Kampagne von Fraport macht Mitarbeiter des Konzerns zu Werbeträgern.
Frankfurt. 

Angesichts des Verkehrswachstums am Standort Frankfurt steigt der Personalbedarf im Fraport-Konzern enorm. Man sei ein attraktiver Arbeitgeber, so Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Michael Müller. Allerdings drohe der Fachkräftemangel ein Problem zu werden. Mit mehr als 64,5 Millionen stieg die Zahl der Fluggäste im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent. Das Unternehmen rechnet auch in diesem Jahr mit einem Anstieg um mehr als drei Millionen Flugreisende. Vom Wachstum überrascht, sei es höchste Zeit, um das Personal deutlich aufzustocken. „Wir suchen mit sehr vorsichtiger Einschätzung 1800 Beschäftigte. Es werden wahrscheinlich mehr sein, die 2018 einen Arbeitsvertrag unterschreiben sollen“, sagt Müller. Die Zahl der 21 732 Mitarbeiter wird dadurch um gut 1000 steigen, der Rest ist Ersatzbedarf. Hinzu kämen 120 Auszubildende. Ob Rettungssanitäter, Feuerwehrleute, Ingenieure oder Gepäckabfertiger – die offenen Stellen umfassen die unterschiedlichsten Bereiche. Entsprechend differenziert sind die Anforderungen an die Bewerber.

Unbefristete Verträge

Zukünftige Beschäftigte sollen in unbefristeten Arbeitsverhältnissen sowohl bei Fraport selbst als auch bei den Tochterunternehmen FraGround, FraSec und FraCare beschäftigt werden. Dabei jedoch deutlich mehr bei den Tochterfirmen und nur rund 450 bei Fraport selbst, die deutlich höhere Löhne zahlt als die Töchter. Überall werde nach Tarif bezahlt, dieser sei laut Müller „entwicklungsfähig“ und starte bei einem Stundenlohn von 11 Euro, dazu kämen Zeitzuschläge und Zulagen. Das niedrigste Jahresgehalt liege bei knapp 25 000 Euro brutto, das höchste bei 55 000 Euro für Höchstqualifizierte in einer leitende Führungsposition (etwa Brandmeister bei der Feuerwehr).

Silke Niehaus, Leiterin Personalserviceleistungen, hebt die betrieblichen Zusatzleistungen wie Jobticket und Ertragsbeteiligung hervor, die den Arbeitgeber besonders attraktiv machten. Auch Teilzeit werde angeboten. Müller ist sicher, dass besonders die Bodenverkehrsdienste „flexibel alle Arbeitsverträge möglich machen“. Als Beispiel nennt er FraSec, wo bereits Verträge über 80 Monatsstunden angeboten werden. „Wir wollen einstellen und die Richtigen finden“ sagt Niehaus. Das gestalte sich jedoch durch den enger werdenden Arbeitsmarkt und den demografischen Wandel immer schwieriger. Zudem gingen Initiativbewerbungen zurück. Nur 10 bis 15 Prozent der Spontanbewerbungen kämen überhaupt in Frage. Auch dass sich vermehrt junge Leute für ein Studium entscheiden statt für Ausbildungsberufe, spürt das Unternehmen.

Mitarbeiter statt Models

Fraport reagiert darauf mit einer crossmedialen Rekrutierungskampagne. Nicht nur Berufseinsteiger, sondern auch Berufstätige und Quereinsteiger sind gefragt. Anstelle von Models sind die Botschafter der Kampagne Gesichter aus dem eigenen Unternehmen, die auf Postern und Fraport-Carpool-Fahrzeugen abgebildet sind. „Jetzt gehen wir neue Wege“, sagt Niehaus und meint damit auch die Social Media-Präsenzen auf Facebook und Snapchat. Diese Aktionen scheinen zu fruchten, seit Kampagnenstart steigen die Bewerberzahlen deutlich.

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