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Schlag gegen Kriminalität im Internet: Botnet-Betreiberring zerschlagen

Frankfurt. 

Ermittlern aus 39 Staaten ist ein internationaler Schlag gegen Datendiebstahl und Internetbetrug gelungen. Mit „Avalanche“ sei die wohl weltweit größte Infrastruktur zum Betrieb sogenannter Botnetze aufgedeckt worden, teilten die Staatsanwaltschaft Verden mit. Bundesinnenminister Thomas de Maizière bezeichnete den Erfolg als „Kampfansage an die internationale Kriminalität im Cyber-Raum“. Eine solche Aktion in dieser Größenordnung sei „einmalig“.

„Seit gestern Abend 20 Uhr ist die Infrastruktur Avalanche nicht mehr existent“, sagte Stefan Mayer, Leiter der Kriminalinspektion Lüneburg. Die entstandenen Schäden würden auf mehrere hundert Millionen Euro weltweit geschätzt, es gebe Geschädigte in rund 180 Ländern. Auch das FBI sei daran beteiligt gewesen.

Allein aus der Führungsebene des kriminellen Netzwerks haben die Ermittler in einer international koordinierten Aktion demnach 16 Beschuldigte identifiziert. Gegen sieben Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen. Drei Männer aus der Ukraine, einer aus Aserbaidschan sowie ein Ukrainer aus dem Großraum Berlin seien verhaftet worden.

Wöchentlich seien seit mindestens 2009 mehr als eine Million Spam- oder Phishing-Mails mit schädigendem Anhang oder Link verschickt worden. Durch Anklicken wurde der Computer infiziert und Teil von „Avalanche“. So konnten die Angreifer zeitgleich mehr als 50 000 Rechner kontrollieren und ausspionieren sowie für Attacken nutzen. Rund zwanzig verschiedene Typen schädlicher Software wurden verwendet. Die meisten infizierten Rechner stünden in Russland und den USA, gefolgt von Deutschland.

Damit sei aber nur ein erster Schritt getan. Denn die Schadprogramme können nicht von den Rechnern gelöscht werden. Mehr als vier Millionen Betroffene seien vom Bundesamt BSI bereits informiert worden, hieß es. Weitere würden von ihren Internet-Anbietern kontaktiert. Auf einer Internet-Seite (www.bsi-fuer-buerger.de/botnetz) können Nutzer prüfen, ob ihr Rechner betroffen war.

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat noch nicht über das Lohnangebot der Lufthansa entschieden. Die Gewerkschaft benötige noch mehr Fakten über die Offerte von der Lufthansa, teilte Cockpit am Donnerstagabend mit. Dabei blieb zunächst unklar, ob sie die Dienste eines neutralen Vermittlers in Anspruch nehmen wollen.

„Wir haben der Lufthansa einige Fragen übermittelt, weil für uns wichtige Details offengeblieben sind“, erklärte ein VC-Sprecher. Am Abend hieß es, dass etwa die genaue Laufzeit des angebotenen Tarifvertrags oder eine mögliche Verrechnung von Leistungen „völlig unbestimmt“ geblieben seien.

Ein Lufthansa-Sprecher hatte den Eingang des Fragenkatalogs bestätigt: „Wir sind im direkten Austausch mit der VC.“ Der Flugverkehr der Lufthansa lief am Donnerstag wie geplant in nahezu vollem Umfang.

(dpa)
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