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Angst vor steigenden Mieten wegen Jobverlagerung: Brexit bereitet Frankfurtern Sorge

Dank des nahendes Brexits könnten in den kommenden Monaten immer mehr britische Geschäftsleute nach Frankfurt ziehen. Die Einheimischen fürchten, sie könnten dann die steigenden Mieten nicht mehr bewältigen.
Frankfurt. 

Während die Verantwortlichen der Stadt Frankfurt jeden Job zu bejubeln scheinen, der im Zuge des Brexit von London nach Frankfurt verlagert wird, sehen viele Bewohner der Mainmetropole und der Region diese Arbeitsplatzverlagerung kritisch. Das geht aus einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 500 Erwachsenen aus Frankfurt und Umgebung hervor. Demnach befürchtet jeder zweite der Befragten, dass durch den Zuzug gut verdienender Banker die Mietpreise in den kommenden fünf Jahren noch stärker ansteigen werden. 95 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sie mehr für Wohnraum werden zahlen müssen, wobei 43 Prozent sogar von einem deutlichen Sprung nach oben ausgehen. Zudem befürchten 40 Prozent, dass zahlungskräftige Zuzügler einzelne Stadtviertel verändern und diese gentrifizieren könnten.

Der Verband der Auslandsbanken rechnet damit, dass „durch den Brexit in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 neue Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen“. Die Finanzplatzinitiative „Frankfurt Main Finance“ (FMF) hofft, dass Frankfurt binnen fünf Jahren 10 000 Jobs durch den Brexit gewinnen wird.

Unterdessen hat Japans drittgrößte Bank, die Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG), entschieden, wegen des Brexit ihre Europazentrale von London nach Frankfurt zu verlegen. Rund 1000 SMFG-Mitarbeiter arbeiten in London. Die beiden größten japanischen Wertpapierhändler Nomura Holdings und Daiwa Securities haben sich bereits für Frankfurt entschieden. Für Goldman Sachs werden im Messeturm künftig 400 statt 200 Mitarbeiter arbeiten. Citigroup, Morgan Stanley und J.P. Morgan bereiten ebenfalls eine Aufwertung ihrer Frankfurter Niederlassungen vor, heißt es. Nach dem EU-Austritt Großbritanniens brauchen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in der EU vertreiben zu dürfen.

(pan)
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