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Britische Großbank Lloyds weiter in roten Zahlen

Die Falschberatung von Kunden wird für die britische Großbank Lloyds immer teurer und zehrt die operativen Fortschritte weiter auf. Auch im dritten Quartal blieb das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut in den roten Zahlen.
Lloyds legte erneut eine Milliarde Pfund für Schadenersatzforderungen von Kunden zurück, die es mit Lohnausfallversicherungen falsch beraten hatte. Foto: Andy Rain Lloyds legte erneut eine Milliarde Pfund für Schadenersatzforderungen von Kunden zurück, die es mit Lohnausfallversicherungen falsch beraten hatte. Foto: Andy Rain
London. 

Die Falschberatung von Kunden wird für die britische Großbank Lloyds immer teurer und zehrt die operativen Fortschritte weiter auf. Auch im dritten Quartal blieb das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut in den roten Zahlen.

Unter dem Strich stand wieder ein Fehlbetrag von 361 Millionen Pfund (448 Mio Euro), wie Lloyds am Donnerstag in London mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Bank 501 Millionen Pfund Verlust gemacht. Das Institut legte erneut eine Milliarde Pfund für Schadenersatzforderungen von Kunden zurück, die falsch beraten wurden und denen unnötige Lohnausfallversicherungen aufgedrängt worden waren.

Am Vortag hatte mit Barclays bereits eine weitere britische Großbank aus dem gleichen Grund Rückstellungen in Höhe von 700 Millionen Pfund bilden müssen. Experten gehen davon aus, dass sich die Kosten für die Beratungsfehler bei allen britischen Banken auf bis zu 15 Milliarden Pfund belaufen könnten. Allein Lloyds hat insgesamt dafür bereits mehr als fünf Milliarden Pfund zurücklegen müssen.

Im operativen Geschäft kam Lloyds dagegen voran. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn verdoppelte sich auf 840 Millionen Pfund. Der Konzern habe sich auch weiter gegen drohende Risiken gewappnet und seine Eigenkapitaldecke deutlich gestärkt, sagte Vorstandschef António Horta-Osório. Die Quote an hartem Kernkapital betrage inzwischen 11,5 Prozent.

Lloyds war in der Finanzkrise 2008 und nach der risikoreichen Übernahme der schottischen HBOS vom britischen Staat vor der Pleite gerettet worden. Die Europäische Union verlangte deshalb den Verkauf von mehr als 600 Filialen. Diese sollen nun bis 2013 von der genossenschaftlich organisierten The Co-Operative übernommen werden.

(dpa)
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