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Bundesagentur: Lehrstellenboom im Bayern, Engpässe in Berlin

Jugendliche informieren sich in einem Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Hannover. Ob jemand in seinem Traumberuf eine Lehrstelle findet oder eher schlechte Karten hat, hängt stark vom Wohnort des Bewerbers ab. Foto: Christoph Schmidt Jugendliche informieren sich in einem Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Hannover. Ob jemand in seinem Traumberuf eine Lehrstelle findet oder eher schlechte Karten hat, hängt stark vom Wohnort des Bewerbers ab.
Nürnberg. 

Der Lehrstellenmarkt leidet nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) weiter unter einer regionalen Unausgewogenheit. Zwar ist bundesweit betrachtet die Lage mit 512 000 angebotenen Lehrstellen und 512 000 Bewerbern ausgeglichen, wie BA-Zahlen vom Juli zeigen.

In einzelnen Regionen gebe es dennoch nicht für alle gemeldeten Bewerber einen Ausbildungsplatz, geht aus der Statistik hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Am schwierigsten ist nach den Bundesagentur-Zahlen die Situation in Berlin: Dort hatten sich bis Ende Juli knapp 18 400 Jugendliche um eine Lehrstelle beworben, es gab aber nur gut 15 000 Lehrstellen. In Nordrhein-Westfalen fehlten gemessen an den Bewerber- und Lehrstellen-Meldungen bis Ende Juli gar rund 25 000 Lehrstellen: 127 500 suchen dort einen Ausbildungsplatz, Unternehmen und Berufsbildungszentren boten aber nur 102 000 an.

Dagegen könnten in Bayern, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg in diesem Jahr Lehrstellen unbesetzt bleiben. Allein in Bayern standen zuletzt knapp 100 000 Lehrstellen lediglich 77 000 Ausbildungsinteressenten gegenüber. In Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern lag das Bewerber-Verhältnis je bei 100:83, im Saarland bei 100:85. Da sich aber nicht alle Bewerber bei der Arbeitsagentur beraten lassen und daher nicht erfasst werden, liegt die tatsächliche Zahl der Bewerber womöglich etwas höher, räumt die Bundesagentur ein.

(dpa)
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