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Das Geschäft mit der Sicherheit boomt

Nicht nur vor Flüchtlingsunterkünften: In Deutschland sind immer mehr private Wachschützer im Einsatz. Die Branche erwirtschaftet Milliarden - und sucht neue Leute.
Flüchtlinge stehen 2015 vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin, während Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Warteschlangen organisieren. Foto: Michael Kappeler Flüchtlinge stehen 2015 vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin, während Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Warteschlangen organisieren. Foto: Michael Kappeler
Berlin. 

Flughäfen, Kaufhäuser, Stadien: Unternehmen und Kommunen in Deutschland geben immer mehr Geld für private Sicherheitsdienste aus.

Der Branchenumsatz stieg im vergangenen Jahr weiter kräftig und erreichte mit 8,62 Milliarden Euro ein Plus von 23,8 Prozent, wie der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft mitteilte. Damit legte die Branche im vergangenen Jahr noch stärker zu als 2015, als viele Sicherheitsunternehmen Aufträge in Flüchtlingsunterkünften bekommen hatten.

Das „Schutzbedürfnis” der Kunden aus Wirtschaft, Staat und Kommunen sei ungebrochen, erklärte der Verband, der eigentlich mit nachlassender Dynamik gerechnet hatte. „Das Thema Sicherheit hat momentan einen Stellenwert wie ewig nicht mehr”, sagte Verbandspräsident Gregor Lehnert. So werde vor dem Hintergrund von Kriminalität und Terrorismus der Schutz von Flughäfen, Bahnen, Geschäften und Großveranstaltungen verstärkt.

Ende 2016 gab es schon in etwa so viele private Sicherheitsleute wie Polizisten; die Zahl war in dem Jahr um gut 18 000 auf 265 000 gestiegen. Unternehmen müssten mit höheren Löhnen um neue Leute buhlen. „Wir kriegen keine Mitarbeiter mehr”, sagte Lehnert. Momentan lägen die Stundenlöhne ohne Zuschläge zwischen 9,35 Euro und 17 Euro.

Das mache die Aufträge für die Kunden teurer, ebenso der stärkere Einsatz von Sicherheitstechnik. Zum Umsatzwachstum trug nach Verbandsangaben auch bei, dass mehr Anbieter mit Subunternehmen arbeiten und Aufträge so teils doppelt in die Statistik einfließen.

(dpa)
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