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Urlaub: Das sind die richtigen Versicherungen für Ihre nächste Kreuzfahrt

Auf einer Kreuzfahrt kommt dem Versicherungsschutz große Bedeutung zu. Denn der Urlaub auf See birgt besondere Risiken.
Wer auf der Kreuzfahrt eine ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen muss, gilt als Privatpatient. Und so wird auch abgerechnet. Foto: Hapag_Lloyd_Kreuzfahrten_GmbH (Hapag_Lloyd_Kreuzfahrten_GmbH) Wer auf der Kreuzfahrt eine ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen muss, gilt als Privatpatient. Und so wird auch abgerechnet.
Frankfurt. 

Anders als Urlaub auf dem Festland birgt eine Kreuzfahrt neue Risiken: Klimaschwankungen oder Seekrankheit können der Gesundheit zu schaffen machen. Nicht selten muss eine Reise abgebrochen oder ein Arzt konsultiert werden. Gut, wenn Versicherungen dann die Kosten decken.

  Besser einzeln statt im Paket buchen

Viele Kreuzfahrt- und Versicherungsunternehmen bieten speziell auf Schiffsreisen zugeschnittene Versicherungspakete an. So etwa Aida, MSC Kreuzfahrten oder die Allianz. Enthalten sind eine Reiserücktritt- und -abbruchversicherung, eine Auslandsreise-Krankenpolice und, je nach Anbieter, eine Reisegepäck-, eine Reiseunfall-, eine Reisehaftpflichtversicherung und andere Extras. Kostenpunkt bei einem Reisepreis von 1500 Euro für das Aida-Paket: 77 Euro für einen Single für eine Europareise, 103 Euro für ein Paar. Für Reisende ab 67 Jahren kosten die Policen oft mehr.

Wie immer bei Paketangeboten gilt: „Oftmals ist Überflüssiges dabei und der Versicherungsschutz reicht in einzelnen Sparten nicht aus“, sagt Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Ein Beispiel: Der sogenannte Notfall-Schutz im Aida-Paket kommt für Such-, Rettungs- und Bergungskosten bei Unfall für bis zu 5.000 Euro auf. „Das ist viel zu wenig.“ Reisende setzen besser auf günstigere Einzelpolicen.

  Wenn die Reise abrupt endet

Eine Reiserücktrittversicherung ist ratsam und sollte auch einen Reiseabbruchschutz enthalten. „Kreuzfahrten sind prädestiniert für den Reiseabbruch“, sagt Wortberg. Etwa weil die Seekrankheit dem Reisenden zusetzt. Sollte die Reise nicht angetreten werden oder muss sie vorzeitig enden, übernimmt der Versicherer Storno- und eventuelle Mehrkosten, die durch zusätzliche Reisekosten entstehen. Jahresverträge, die gleich für mehrere Reisen gelten, kosten für einen Single ab 50 Euro im Jahr bei einem Reisepreis bis 1.500 Euro.

Beim Arztbesuch an Bord gilt der Reisende als Privatpatient und so wird auch abgerechnet. Eine Auslandsreisekrankenversicherung deckt diese Kosten für eine Notfallbehandlung, auch wenn der Patient in ein Krankenhaus auf dem Festland oder ins Heimatland geflogen werden muss. Vorerkrankungen sind ausgeschlossen von der Kostenübernahme, außer bei unvorhergesehenen Verschlechterungen latent bestehender Erkrankungen wie Bluthochdruck. „Reisende sollten sich unbedingt von ihrem Arzt schriftlich bestätigen lassen, dass sie reisefähig sind“, rät der Versicherungsexperte. Einzelpolicen kosten ab rund zehn Euro im Jahr.

  Hausratversicherung schützt das Gepäck

Eine Reisegepäckversicherung ist teuer und enthält viele Ausschlüsse. Besser setzt man auf die Außenversicherung der Hausratpolice, die in bestimmten Fällen für den Gepäckverlust aufkommt. „Wer sich an Bord gerne mit seinen Juwelen schmückt, sollte abklären, bis zu welcher Summe Wertgegenstände versichert sind“, rät Wortberg. Den geltenden Versicherungsschutz sollte man sich für den Spezialfall Schiffsreise schriftlich bestätigen lassen. Verursacht der Reisende Schäden an Bord, kommt die private Haftpflichtversicherung ins Spiel. Sie leistet eigentlich bei sogenannten Mietsachschäden an Ferien-Immobilien. Da ein Schiff aber eine bewegliche Unterkunft ist, können hier andere Bedingungen gelten. Versicherte sollten prüfen, ob die Police auch Schäden auf einem Schiff bezahlt.

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