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Wirtschaft: Ausblick in die Woche: Das sind die wichtigsten Wirtschaftshemen der Woche

Mit unserem Ausblick auf die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche wollen wir Sie auf das einstimmen, was Ihre Wirtschaftsredaktion plant und was die Welt der Wirtschaft und die Finanzbranche ihnen als Verbraucher und Arbeitnehmer, als Aktionär, als Sparer und neugierigem Zeitungsleser zu bieten hat.
Der Neubau der EZB im letzten Licht des Tages. Foto: dpa Der Neubau der EZB im letzten Licht des Tages. Foto: dpa

Liebe Leser, mit unserem Ausblick auf die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche wollen wir Sie auf das einstimmen, was Ihre Wirtschaftsredaktion plant und was die Welt der Wirtschaft und die Finanzbranche ihnen als Verbraucher und Arbeitnehmer, als Aktionär, als Sparer und neugierigem Zeitungsleser zu bieten hat.

EZB-Shoppingtour

Tut sie’s oder tut sie’s nicht? Wird die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung am kommenden Donnerstag beschließen, ihre Billionen-schwere Einkaufstour – die sie im März 2015 gestartet hat – zu verlängern? Das ist die Frage, die diese Woche die Finanzmärkte dominiert. Rund 80 Milliarden Euro im Monat gibt die EZB vor allem für Anleihen der Euro-Staaten aus. Das Geld, das sie damit in die Märkte pumpt, soll Konjunktur und so auch Inflation in der Eurozone kräftig ankurbeln. Aber die erhoffte Wirkung lässt noch auf sich warten. Deshalb geht das Gros der Beobachter davon, dass die EZB ihr Kaufprogramm bis Herbst 2017 verlängert. Allerdings drohen der Zentralbank bald die kauffähigen Anleihen auszugehen – vor allem die heiß begehrten Bundesanleihen. Denn auch zum Leidwesen deutscher Sparer rentieren viele von denen schon unterhalb des sogenannten Einlagenzinses von minus 0,4 Prozent. Und solche Papiere darf die EZB nun mal nicht übernehmen. Nachdem EZB-Präsident Mario Draghi im September bekanntgegeben hat, dass eine Arbeitsgruppe prüfen soll, wie die Währungshüter auch in Zukunft ihre monatlichen Käufe im gewünschten Umfang fortsetzen können, hoffen die Märkte für diesen Donnerstag auch auf eine Beantwortung dieser Frage.

Daimler und SAP

Optimistisch schauen die Märkte unterdessen nach Stuttgart, wo am Donnerstag der Autobauer Daimler seine Geschäftszahlen zum dritten Quartal präsentieren wird – und damit die deutsche Bilanzsaison eröffnet. Der Absatz der Pkw-Sparte läuft gut, der Dax-Konzern wird in diesem Jahr Umsatz und Ergebnis wohl noch einmal steigern. Auch die Walldorfer Software-Schmiede SAP dürfte am Donnerstag gute Zahlen fürs dritte Quartal vorlegen. Es ist davon auszugehen, dass der Konzern erneut vom zukunftsträchtigen Geschäft mit der Speicherung von Daten und Programmen im Internet profitiert hat.

Landebahn

Am Freitag gilt es auch, einen Geburtstag zu würdigen: Die umstrittene Nordwest-Landebahn am Frankfurter Flughafen wird an diesem Tag fünf Jahre alt. Während die Fluglärm-Gegner angesichts der zuletzt gesunkenen Passagierzahlen mehr denn je der Ansicht sind, dass die Bahn überflüssig ist, wollen wir prüfen, was die vierte Bahn der Fraport AG und ihren Kunden gebracht hat.

China

Mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus China steht am Mittwoch ein Schwergewicht auf dem Terminzettel. Wie sehr die nach den USA weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft die Märkte beunruhigen kann, zeigte sich in der vergangenen Woche: Aktienmärkte rund um den Globus verzeichneten Verluste, weil die Exporte des Landes im September unerwartet stark eingebrochen waren.

Die USA

Am selben Tag erhoffen sich die Märkte vom Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed Hinweise auf das Tempo künftiger Zinserhöhungen. Spannend wird es am Mittwoch auch im US-Wahlkampf, wenn sich Donald Trump und Hillary Clinton dem dritten und letzten TV-Duell stellen. In Umfragen liegt Clinton inzwischen wieder deutlicher vorn. Sollten die Finanzmärkte nach diesem Duell realisieren, dass Trump gar keine Chance mehr hat, könnte auch das zu einer Börsen-Rally führen.

Buchmesse

Und natürlich scheuen auch wir als Wirtschaftsredaktion nicht davor zurück, uns dem Ereignis zu widmen, das diese Woche das Frankfurter Stadtbild prägen wird: die Frankfurter Buchmesse, die am Mittwoch beginnt. Gleichgültig, welche Sprache, welches Alter, welche Religion, welche Interessen: Diese Messe hält für jeden etwas bereit – auch für diejenigen, die sich mit der fortschreitenden Digitalisierung unserer Gesellschaft beschäftigen. Für sie haben die Veranstalter eine neue Messe innerhalb der Buchmesse geschaffen: „The Arts plus“ soll sich an der Schnittstelle von Kultur- und Technologiebranche bewegen und sich mit Fragen nach geistigem Eigentum, Urheberrecht und neun Geschäftsmodellen auseinandersetzen. Zu sehen sein wird etwa die Verwendung von 3-D-Druckern für Architektur und Mode, der Einsatz von Virtual-Reality-Umgebungen in Museen und der Stadtplanung oder digitale Marktplätze für kreative Produkte.

Hoher Besuch

Die Buchmesse zieht hochrangige Gäste an. Aus diesem Anlass gibt sich am Dienstag das belgische Königspaar die Ehre und wird sich am Nachmittag in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Die Niederlande und Flandern sind in diesem Jahr Ehrengast der Buchmesse und präsentieren sich dort unter dem Motto „Dies ist, was wir teilen.”
 

Ihre Meinung

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns in den nächsten Tagen und Wochen kurz schreiben, wie Ihnen unser Wochen-Starter gefällt. Am besten per Mail an:
 wirtschaft@fnp.de 

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