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Dax verliert nach schwachen Konjunkturdaten aus China

Frankfurt/Main. 

Der Dax hat am Donnerstag in einem schwachen internationalen Börsenumfeld Verluste eingefahren. Nach der Enttäuschung über schwache Konjunkturdaten aus China hätten gute Zahlen aus der Eurozone den Handel nur kurzfristig etwas stützen können, sagten Börsianer.

Mit dem schwächeren Start an der Wall Street ging es dann auch für den deutschen Leitindex noch einmal bergab. Zum Schluss verlor er 0,92 Prozent auf 9631,04 Punkte.

In der bisherigen Woche hat das wichtigste deutsche Börsenbarometer damit mehr als ein Prozent verloren. Der MDax sank am Donnerstag um 0,77 Prozent auf 16 744,57 Punkte. Der TecDax gab um 1,18 Prozent auf 1249,34 Punkte nach.

Für Anleger überwogen die schwächeren konjunkturellen Signale. In China war die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes im Januar auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten gerutscht. Das konnte auch der höchste Stand der Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone seit Juni 2011 nur vorübergehend wettmachen.

Die Nervosität habe auch mit den hohen Erwartungen an deutsche und europäische Konjunkturdaten zu tun, kommentierte Marktanalyst Jens Klatt vom Analysehaus DailyFX. Das könne schnell Zweifel an einem reibungslosen Übergang von der starken Liquiditätszufuhr hin zu einem stärkeren Wirtschaftswachstum aufkommen lassen.

Vor allem Unternehmen aus dem MDax boten Gesprächsstoff. So sorgten neue Spekulationen zum Übernahmepoker um Celesio bei den Aktien des Pharmahändlers für Gewinne. Sie stiegen um 4,48 Prozent auf 24,01 Euro. Damit lagen sie über dem Preis von 23,50 Euro, den der US-Kaufinteressent McKesson zuletzt geboten hatte.

Laut einem Bericht der «Börsen-Zeitung» bahnt sich nach der Mitte Januar gescheiterten Übernahme durch den amerikanischen Konkurrenten eine Wende an. Demnach soll der Hedgefonds Elliott des Celesio-Großaktionärs Paul Singer seine Anteile an den Alteigner Haniel abgeben. Dieser könnte die Anteile dann im Paket mit den eigenen Anteilen an McKesson weiterreichen.

Die Aktie des Immobilienkonzerns LEG gab 1,03 Prozent ab, nachdem sich Händlern zufolge ein von Goldman Sachs kontrollierter Fonds von einem großen Aktienpaket trennt. Papiere von Sky Deutschland kletterten im Index der mittelgroßen Werte mit plus 6,99 Prozent an die Spitze - bisher waren sie im laufenden Jahr der schwächste Wert im MDax gewesen.

Europaweit gehörten Bankentitel zu den etwas besseren Werten. Die Commerzbank konnte mit 2,57 Prozent plus an der Dax-Spitze davon profitieren. Auf der anderen Seite verbuchten Allianz-Titel mit minus 2,71 Prozent die größten Tagesverluste im Leitindex. Sie knüpften damit an die Verluste vom Vortag an, als der Co-Chef der Fondstochter Pimco überraschend seinen Hut genommen hatte.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone verlor 1,08 Prozent auf 3117,08 Punkte, auch in Paris betrug das Minus gut 1 Prozent. Der Londoner FTSE 100 hielt sich mit minus 0,8 Prozent etwas besser. Der Dow Jones verlor in New York zuletzt rund 1 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,48 (Vortag: 1,47) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 133,27 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,44 Prozent auf 142,02 Punkte. Der Kurs des Euro stieg nach den guten europäischen Wirtschaftsdaten auf zuletzt 1,3679 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,3639 (Mittwoch: 1,3566) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7332 (0,7371) Euro.

(dpa)
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