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Deutlich weniger Motorräder in Deutschland verkauft

Ein Boxer-Modell von BMW: In den kommenden Jahren erwartet die Motorradbranche wieder steigende Verkaufs- und Zulassungszahlen. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa Ein Boxer-Modell von BMW: In den kommenden Jahren erwartet die Motorradbranche wieder steigende Verkaufs- und Zulassungszahlen. Foto: Hendrik Schmidt
Essen/Frankfurt. 

In Deutschland sind im fast abgelaufenen Jahr deutlich weniger Motorräder verkauft worden als 2016. Bis einschließlich Oktober ist der Absatz um knapp 12 Prozent auf 132 333 zulassungspflichtige Maschinen zurückgegangen.

Dies berichtete der Industrieverband Motorrad Deutschland in Essen berichtete. Damit wurde ein über mehrere Jahre laufender Aufschwung vorerst beendet.

Der Einbruch kam allerdings nicht unerwartet, sondern hängt mit der seit Jahresbeginn gültigen neuen Abgasnorm Euro 4 für Krafträder zusammen. Händler und Hersteller hatten im vergangenen Jahr den Euro-3-Bestand teils mit hohen Rabatten abverkauft beziehungsweise auf eigene Rechnung kurzfristig zugelassen.

Neue Motorräder oder Roller mit der Abgasnorm Euro 3 dürfen seit diesem Jahr nicht mehr erstmalig zugelassen werden. Bereits zugelassene Maschinen dürfen aber ohne Einschränkungen betrieben werden.

Die Zulassungszahlen im Winter-Quartal 2016 hätten jedem Frühjahrsboom zur Ehre gereicht, stellte IVM-Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke fest. Die kurzfristige Marktsättigung habe dann zu gedämpften Neuzulassungen von Maschinen der Euro-4-Norm in diesem Jahr geführt. Ohne diesen Sondereffekt wäre man auf eine nahezu ausgeglichene Bilanz gekommen, erklärte Brendicke. In den kommenden Jahren erwartet die Branche daher wieder steigende Verkaufs- und Zulassungszahlen.

(dpa)
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