Deutsche Bank muss Vermögensverwaltung behalten

Die Deutsche Bank ist mit dem geplanten Verkauf weiter Teile ihrer Vermögensverwaltung vorerst gescheitert.
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Frankfurt. 

Die Deutsche Bank ist mit dem geplanten Verkauf weiter Teile ihrer Vermögensverwaltung vorerst gescheitert.

Die exklusiven Gespräche mit dem US-Finanzunternehmen Guggenheim Partners über das Publikumsfondsgeschäft in Amerika, das globale Vermögensverwaltungsgeschäft für institutionelle Kunden und für Versicherungsgesellschaften würden eingestellt, teilte der Dax-Konzern am Freitag in Frankfurt mit.

Beide Seiten verhandelten nur noch über den möglichen Verkauf des globalen Vermögensverwaltungsgeschäfts für alternative Anlagen (RREEF). Die Deutsche Bank hatte im November angekündigt, dass sie große Teile ihres sogenannten Asset Managements auf den Prüfstand stellt.

Der deutsche Branchenprimus betonte, die Bereiche der Vermögensverwaltung auch weiter zu überprüfen. Bevor der Konzern Ende Februar in exklusive Verhandlungen mit Guggenheim eintrat, gab es dem Vernehmen nach zahlreiche weitere ernsthafte Interessenten. Genannt wurden etwa die australische Investmentbank Macquarie sowie die US-Finanzkonzerne Ameriprise Financial, JPMorgan und State Street. Zuletzt war über einen Verkaufspreis für das Gesamtpaket von rund 1,5 Milliarden Euro spekuliert worden.

Warum die Gespräche mit Guggenheim keinen Erfolg hatten, ließ ein Deutsche Bank-Sprecher offen. Finanzvorstand Stefan Krause hatte Ende April vor Analysten bereits von einer komplexen Transaktion gesprochen, sich aber noch zuversichtlich gezeigt. Spekulationen zufolge könnten neben dem Preis auch die Größe und Struktur der Einheiten nicht zu Guggenheim gepasst haben.

Das US-Unternehmen verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 125 Milliarden Dollar. Die Übernahme der Deutsche-Bank-Aktivitäten wäre ein großer Sprung - diese verwalten rund 400 Milliarden Euro.

Die künftige Doppelspitze der Deutschen Bank mit Jürgen Fitschen und Anshu Jain plant in der Vermögensverwaltung einen Umbruch. Künftig soll die in die beiden Bereichen Asset Management und reiche Privatkunden aufgegliederte Sparte aus einer Hand geführt werden. In den Überlegungen dürften die zum Verkauf stehenden Einheiten bereits keine Rolle mehr gespielt haben. Die beiden bislang für die Vermögensverwaltung zuständigen Manager Kevin Parker und Pierre de Weck werden die Bank Ende des Monats verlassen. Künftig soll der Italiener Michele Faissola den Bereich leiten. Die Vermögensverwaltung erwirtschaftete zuletzt eher schwache Ergebnisse.

(dpa)
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