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Führende Institute wollen Prognose erhöhen: Deutsches BIP wächst stärker

Die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland haben sich deutlich aufgehellt. Das dürfte bereits im Frühjahrsgutachten schwarz auf weiß nachzulesen sein.
Die Baubranche lieferte zuletzt gute Konjunkturdaten. Foto: Daniel Bockwoldt (dpa) Die Baubranche lieferte zuletzt gute Konjunkturdaten.
Berlin. 

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute blicken Insidern zufolge optimistischer auf die deutsche Konjunktur. Sie erhöhten ihre Wachstumsprognose für 2017 auf 1,5 von bislang 1,4 Prozent, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag von mehreren Personen erfuhr, die mit dem Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung vertraut sind. Für 2018 erwarten die Ökonomen demnach einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,8 statt wie bisher um 1,6 Prozent. Zudem gehe der kräftige Stellenaufbau weiter. In diesem und im kommenden Jahr rechnen die Experten den Insidern zufolge damit, dass die Zahl der Erwerbstätigen um rund eine Million steigt. Das Gutachten trägt den Namen „Aufschwung festigt sich trotz weltwirtschaftlicher Risiken“. Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute für die Bundesregierung soll am Mittwoch veröffentlicht werden. Sie dient ihr als Basis für die eigenen Prognosen. Beteiligt an dem Gutachten sind unter anderem das Münchner Ifo-Institut, das Berliner DIW, das Essener RWI, das Kieler IfW und das IWH Halle.

Den Optimismus teilen auch Börsenprofis, die so zuversichtlich auf die Wirtschaft blicken wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Das Barometer für ihre Konjunkturerwartungen im kommenden halben Jahr stieg im April unerwartet stark, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter gut 200 Analysten und Anlegern mitteilte. „Die deutsche Konjunktur erweist sich im ersten Quartal als recht stabil“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Industrie, Baubranche und Einzelhandel hätten zuletzt gute Konjunkturdaten geliefert. „Außerdem stärkt die anhaltend kräftige Arbeitsnachfrage den privaten Konsum“, sagte Wambach. „Die Finanzmarktexperten erwarten, dass diese positive Entwicklung weiter anhält.“

Aufbruchstimmung

Das bestätigt Viola Julien von der Helaba: „Die robuste Lagekomponente lässt auf eine Fortsetzung der freundlichen Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal hoffen.“ Thomas Gitzel von der VP Bank ergänzt: „Donald Trump verliert an Schrecken und in der Euro-Zone ist mittlerweile so etwas wie Aufbruchstimmung spürbar. Die jüngste Datenrunde signalisiert ein Ende der wirtschaftlichen Talsohle des gemeinsamen Währungsraumes.

Die Wirtschaft hat zuletzt an Kraft gewonnen. Exporte, Produktion und Industrieaufträge legten im Februar jeweils zu. Ökonomen erwarten deshalb, dass das BIP-Wachstum im ersten Quartal höher ausgefallen ist als Ende 2016 mit 0,4 Prozent. Das Statistikamt veröffentlicht im Mai eine erste Schätzung. Dem Insider zufolge sorgte vor allem diese positive Entwicklung dafür, dass die Forschungsinstitute ihre Prognose für das Gesamtjahr 2017 angehoben haben. Die Fachleute untersuchten in ihrer Studie auch mögliche Auswirkungen einer Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump. Hier sei aber offen, welche Ankündigungen rund um einen begrenzten Freihandel der Republikaner letztlich überhaupt umsetzen werde.

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