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Messe „Ambiente“: Die Konsumgüter-Welt trifft sich in Frankfurt

Von Die weltgrößte Konsumgütermesse, die am Freitag startende „Ambiente“ in Frankfurt, ist auch in diesem Jahr voll ausgebucht.
Dunklere Farben werden laut „Ambiente“ in den nächsten Jahren die Wohnungseinrichtung prägen. Foto: Jean-Luc Valentin (Messe Frankfurt Exhibition GmbH) Dunklere Farben werden laut „Ambiente“ in den nächsten Jahren die Wohnungseinrichtung prägen.
Frankfurt. 

Nur wenige Messen sind derart international wie die „Ambiente“: 81 Prozent der Aussteller, noch einmal ein Prozentpunkt mehr als im Jahr zuvor, kommen nicht aus Deutschland. Mit 4441 Unternehmen aus 89 Ländern ist das Gelände komplett ausgebucht, es existiert eine Warteliste. „Es gibt keine vergleichbare Konsumgütermesse weltweit. Das zeigt, wie stark der internationale Markt verflochten ist“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Erstmals sind Aussteller aus Namibia und San Marino dabei, auch „exotische“ Staaten wie Armenien, Andorra, Brunei, Kambodscha, Mali oder Uruguay sind vertreten. Wegen des Wegfalls von Gemeinschaftsständen werden allerdings Pakistan, Malaysia oder Indonesien nicht mehr präsent sein. Die meisten Teilnehmer stammen neben Deutschland aus China (595 inklusive Hongkong); stärker vertreten sind auch Länder wie Russland oder die Türkei, wo es in den Beziehungen mit Deutschland kriselt.

Zuletzt kamen 141 000 Fachbesucher nach Frankfurt. Der Konsumgütermarkt mit den Ambiente-typischen Gütern in Deutschland sei 2017 mit 28,4 Milliarden Euro Umsatz stabil geblieben, sagt Braun, die Wirtschaft brumme. Offene Märkte und internationaler Handel seien die Chance auf Wachstum und Wohlstand für viele. Partnerland der Weltleitmesse für Wohnen, Schenken und den gedeckten Tisch sind dieses Jahr die Niederlande.

Sonderschau

Die Sonderschau „Point of Experience“ zeigt einen Laden von morgen, der die Kunden mit Filmen emotional einstimmt und wo „digitale Tische“ modernes Shopping ermöglichen. Diskussionen mit den Ausstellern sollen Ärger bei der für nächstes Jahr geplanten Neusortierung der Firmen vor allem im Geschenkartikelbereich vorbeugen. Dann wird die neue Halle 12 die alte Halle 6 ersetzen, die saniert werden soll. Etwas mehr Netto-Fläche könnte ab dem Jahr 2023 hinzukommen – gut 3500 Quadratmeter zu den bisherigen 308 000.

Und was ist bis zum nächsten Dienstag zu sehen? Ein aktueller Trend geht weg von hellen Farben und Natur-Holz hin zu dunkleren Tönen wie Brombeere, Nachtblau oder Waldgrün, wie „Ambiente“-Leiterin Nicolette Naumann erläutert. Also hin zu mehr Wärme statt des bisherigen Minimalismus – und zu kleinen Fehlern wie im japanischen Kunsthandwerk, „Wabi-Sabi“ nennt sich das. Diese Mode greift zum Beispiel der Porzellanhersteller Rosenthal auf, indem er dunkles Geschirr mit unregelmäßigen Oberflächen auf den Markt bringt. Oder in Teppichen wird absichtlich eine Stelle lose gewebt. Ein Vorteil dieses Trends: Entstehen durch den Gebrauch kleinere Schäden, wirkt das Produkt dennoch nicht makelbehaftet – die Patina gehört ja ohnehin dazu.

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