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EU-Länder geschlossen für Vergeltungszölle auf US-Produkte

Die Brennerei von Jack Daniel's in Lynchburg: Amerikanischer Whiskey steht auch auf der Strafzoll-Liste der EU. Foto: Kyle Dean Reinford Die Brennerei von Jack Daniel's in Lynchburg: Amerikanischer Whiskey steht auch auf der Strafzoll-Liste der EU.
Brüssel. 

Die EU-Länder haben sich geschlossen für europäische Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder ausgesprochen. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmten sie am Donnerstag einstimmig zu, wie die dpa aus Diplomaten-Kreisen erfuhr.

Damit reagieren die EU-Staaten auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Sonderabgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Auf die Importe werden seit Anfang Juni Zölle in Höhe von 25 Prozent bei Stahl und 10 Prozent bei Aluminium fällig. Diese werden von den Europäern als nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO angesehen.

Die EU-Zusatzzölle sollen nun in einem ersten Schritt auf jährliche Importe aus den USA im Gegenwert von 2,8 Milliarden erhoben werden. Sie sind so konzipiert, dass sie in etwa den Schaden ausgleichen würden, der der EU durch die US-Zölle entstehen dürfte. Sie müssen nun noch formell von den EU-Kommissaren bestätigt werden und könnten voraussichtlich Anfang Juli in Kraft treten.

(dpa)
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