Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Prozess beginnt: Ex-HRE-Chef Funke vor Gericht

Die mögliche Höchststrafe für Funke sind drei Jahre Gefängnis. Foto. PEter Kneffel/Archiv Foto: Peter Kneffel Die mögliche Höchststrafe für Funke sind drei Jahre Gefängnis. Foto. PEter Kneffel/Archiv Foto: Peter Kneffel
München. 

Am Landgericht München hat der Strafprozess gegen den früheren Vorstandschef der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), Georg Funke, begonnen.

Das Institut war in der globalen Finanzkrise 2008/2009 beinahe zusammengebrochen und musste mit staatlichem Geld gerettet werden. Das Verfahren gegen Funke wegen dessen Rolle im größten deutschen Schadenfall der damaligen Krise hatte sich jahrelang verzögert. Nun eröffnete die fünfte Strafkammer des Landgerichts den Prozess. Ebenfalls angeklagt ist der ehemalige HRE-Finanzvorstand Markus Fell.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Managern vor, auf dem Höhepunkt der Bankenkrise Bilanzen geschönt zu haben. Funkes Anwalt will für einen Freispruch kämpfen. Mögliche Höchststrafe für Funke sind drei Jahre Gefängnis. Der ehemalige Finanzchef Fell muss sich zusätzlich wegen mutmaßlicher Marktmanipulation verantworten.

Die HRE war 2008 in Schieflage geraten. Da die Bank wegen ihrer Größe und weitreichenden Verzweigung als „systemrelevant” galt, sprang der Bund bis 2010 mit fast zehn Milliarden Euro an Finanzhilfen und weiteren 124 Milliarden Euro an Bürgschaften ein. 2009 wurde die HRE notverstaatlicht und anschließend zerschlagen.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Wirtschaft

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse