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Kosten: 110 Millionen: Frankfurt School of Finance & Management eröffnet neuen Campus

Von Die Frankfurt School of Finance & Management hat ihren neuen Campus an der Adickesallee offiziell eröffnet. Sie setzt damit neue Maßstäbe für Wirtschaftsuniversitäten in Deutschland.
Der Neubau der Frankfurt School an der Adickesallee in Frankfurt Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Der Neubau der Frankfurt School an der Adickesallee in Frankfurt
Frankfurt. 

„Mensch, hier willst du dich am liebsten sofort immatrikulieren.“ Dieser Gedanke dürfte vielen Gästen der Eröffnungsfeier durch den Kopf geschossen sein. Was die Frankfurt School auf dem historischen Areal der ehemaligen Oberfinanzdirektion auf die Beine gestellt hat, ist ein Prachtstück. Dass sich dort Studenten und Professoren gleichermaßen wohlfühlen und optimale Lehr- und Lernbedingungen vorfinden, dürfte außer Frage stehen. Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch bekannte, er sei „stolz“, dass so etwas hier zustande gekommen sei. Und Frankfurts Ex-Oberbürgermeisterin Petra Roth schwärmte: „Mit der neuen Frankfurt School haben wir nun gleich mehrere Spieler in der Champions League des Wissens.“ Rainer Neske, bis 2015 im Vorstand der Deutschen Bank, sagte als Vorsitzender des Stiftungsrates der Frankfurt School: „Dieser Tag ist ein Meilenstein.“

In Stein gemeißelt

110 Millionen Euro hat die Hochschule in den neuen Campus investiert, der nun zum Beginn des Wintersemesters von den Studierenden vereinnahmt wird. Staatliche Zuschüsse gab es keine. „Der Campus meißelt unsere Vision von einer führenden Wirtschaftsuniversität in Europa quasi in Stein“, betonte Hochschulpräsident Udo Steffens.

Eine von skandinavischer Zurückhaltung geprägte Architektur bezeichnete Steffens als Glücksfall. Lichtdurchflutet, transparent über vier Stockwerke, mit Terrassen und kleinen Balkonen erstreckt sich die Mall im Inneren des Gebäudes – aus Verbundenheit zur Stadt Frankfurt „Zeil des Wissens“ genannt. Als zentraler Treffpunkt ähnelt sie einer Flaniermeile. Von hier gelangen Studenten, Mitarbeiter und Gäste zu den Seminarräumen, dem Audimax mit 400 Plätzen, dem Restaurant und dem Deli im Eingangsbereich.

Bei der Eröffnungsfeier: der Publizist Alfred Grosser, Präsident Udo Steffens und Hessens Finanzminister Thomas Schäfer. Bild-Zoom Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)
Bei der Eröffnungsfeier: der Publizist Alfred Grosser, Präsident Udo Steffens und Hessens Finanzminister Thomas Schäfer.

Über 2200 Studenten studieren an der Frankfurt School in den akademischen Programmen Management-, Wirtschafts- und Finanzthemen. Sie können einen Bachelor, einen Master- oder MBA-Abschluss erwerben. Dazu stecken noch knapp 3200 junge Leute in berufsbegleitenden Programmen, etwa dem Fachwirt für Bankkaufleute. Über 25 000 Teilnehmer durchlaufen jährlich Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen. Bei der Studentenzahl ist die Hochschule noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Es gebe noch Reserveflächen auf dem benachbarten Campus II, unterstrich Steffens. Dort soll 2018 auch eine Sporthalle gebaut werden.

Individuelle Betreuung

Im Unterschied zu einer staatlichen Hochschule wie der Frankfurter Goethe-Universität lässt die Frankfurt School nur einen Bruchteil an Studenten pro Semester zu: 250 für den Bachelor, gut 300 für den Master, 175 für MBA. Die Studiengebühren rechtfertigt Steffens mit kleinen Lerngruppen und individueller Betreuung. „Wir kümmern uns um jeden einzelnen Studenten“, sagt der Präsident. Für ein Bachelor-Studium fallen zwischen 40 000 und 50 0000 Euro an, für den Master 30 000 bis 45 000 Euro. Doch daran scheitere kein Student. Fast jeder dritte profitiere von einem Stipendium.

Entscheidend für die Qualität der Ausbildung sei am Ende, welche Berufschancen die Absolventen im Anschluss hätten. Und für die Frankfurt School könne er sagen, dass 98 Prozent der Absolventen spätestens drei Monate nach Ende des Studiums den Berufseinstieg geschafft hätten. Um das Studium an der Frankfurt School noch werthaltiger für die Studenten, die Universität noch attraktiver für Wissenschaftler und Hochschullehrer zu machen, hat sich die Frankfurt School ehrgeizige Ziele gesetzt. „Wir wollen in einigen Jahren zu den führenden Business Schools in Europa aufschließen“, gibt Steffens die Richtung vor.

Dass sich zahlreiche Frankfurter Bürgerfamilien, ein großer Teil der in Frankfurt angesiedelten Finanzwirtschaft und wichtige Industrieunternehmen als Förderer der Hochschule auszeichnen, bezeichnete Hessens Finanzminister Thomas Schäfer als ein beispielhaftes Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. „Der Finanzstandort Frankfurt bekommt einen neuen Leuchtturm“, schrieb er der Privatuni anerkennend ins Stammbuch.

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