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Neue Kontomodelle ab Januar: Fraspa erhöht die Gebühren

Von Die Frankfurter Sparkasse führt neue Kontomodelle ein und hebt dabei ihre Gebühren an. Dadurch sollen die Erträge um jährlich 1,5 Millionen Euro steigen.
Robert Restani Robert Restani
Frankfurt. 

Alle Banken stehen wegen des Nullzins-Umfelds unter Ertragsdruck – und viele, zuletzt als prominente Beispiele Postbank und HypoVereinsbank, haben darauf mit höheren Preisen im Privatkundengeschäft reagiert. Nun zieht auch die Frankfurter Sparkasse (Fraspa) nach: Zum Jahresbeginn 2017 führt sie neue Kontomodelle ein und erhöht dabei die Gebühren für ihre mehr als 400 000 Privatkunden. Diese werden bereits per Brief und Kontoauszugsdrucker über die Änderungen informiert.

Das Institut kalkuliert nach Angaben eines Sprechers mit Mehreinnahmen von 1,5 Millionen Euro jährlich durch die Gebührenerhöhungen. Man rechne zwar mit Kundenverlusten, hoffe aber, dass sich diese in Grenzen halten. Bis Ende dieses Jahres geht die Frankfurter Sparkasse von netto (also nach Abzug der Abgänge) 5000 Neukunden aus.

Das Filialnetz soll erhalten bleiben. Die flächendeckende Präsenz vor Ort habe aber ihren Preis, sagt der Vorstandschef der Sparkasse, Robert Restani. Man habe sich für das „Nutzer-Prinzip“ entschieden: „Jeder zahlt für die Leistungen, die er nutzt.“ Die 1822 wollte nicht scheibchenweise zusätzliche Gebühren einführen (wie dies manche Wettbewerber tun), sondern einmalig die Gebührenstruktur ändern.

Neu ist, dass es bei der Frankfurter Sparkasse künftig ein Gratis-Girokonto ohne zusätzliche Bedingungen geben wird. Das „PrivatKonto Aktiv“ kostet bisher erst ab einem monatlichen Mindest-Geldeingang von 1300 Euro keine Gebühr, 23 000 Kunden müssen dagegen 6,90 Euro im Monat bezahlen. Der Pferdefuß: Hier schlägt jede Buchung mit 35 Cent extra zu Buche, so dass sich das Modell nur für Kunden mit maximal 20 Buchungen im Monat rechnet; um ein echtes Gratis-Konto handelt es sich dabei nicht. Dagegen wird beim Premium-Konto, das bisher ab einem Geldeingang von 3000 Euro monatlich (und damit für 15 000 Kunden) kostenlos war, der Schwellenwert auf 5000 Euro erhöht. Das Modell solle ausdrücklich Kunden im gehobenen Privatkundengeschäft ansprechen, wozu im Raum Frankfurt die höhere Mindestsumme besser passe, erläutert der Sprecher. Alle Kunden unterhalb dieser Schwelle zahlen künftig für das Premium-Konto, das zum Beispiel eine kostenfreie Kreditkarte bietet, 11,90 Euro (statt bisher 9,90 Euro).

Beim gängigsten Kontomodell, dem „PrivatKonto Komfort“, erhöht sich die monatliche Kontoführungsgebühr von 6,90 auf 8,40 Euro. Die Kunden können jedoch zum „PrivatKonto Komfort Plus“ wechseln, bei dem zum selben Preis zahlreiche Zusatzleistungen (wie Kontoauszugsdrucker oder SparkassenCard) inklusive sind: Alle Zahlungsvorgänge sind kostenfrei, nur beleghafte Überweisungen oder Kassenein- und -auszahlungen kosten in Zukunft anders als bisher jeweils 50 Cent.

Die bisherigen Varianten des Online-Kontos werden zusammengelegt, es kostet von Januar an einheitlich 2,50 Euro, wodurch es für einige Kunden 0,50 Euro billiger wird. Wer sein Konto weiterhin nur online nutzt, ist nicht von Preiserhöhungen betroffen; beleghafte Überweisungen, Ein- oder Auszahlungen an der Kasse kosten aber satte 2 Euro, Kontoauszüge am Drucker 0,50 Euro. Auch die SparkassenCard schlägt mit jährlich 6 Euro zu Buche.

Keine Änderungen gibt es für junge Kunden beim „PrivatKonto Young“ oder dem „PrivatKonto Young Plus“ (2,90 Euro monatlich).

Projekte mit Fintechs

Unterdessen arbeitet die Fraspa weiter daran, Kunden zur Registrierung beim Internet-Bezahlverfahren „Paydirekt“ zu bewegen. Das Problem sei jedoch, dass es der Sparkassen-Finanzgruppe bisher nicht gelungen sei, ausreichend attraktive Händler zur Akzeptanz zu bewegen. Zudem läuft seit kurzem – gemeinsam mit dem Studentenwerk Frankfurt – der Testbetrieb für „Blue Code“, ein Verfahren fürs kontaktlose Bezahlen per Smartphone-App. Auch die Direktbanken-Tochter 1822direkt wird um den Jahreswechsel herum eine neue App freischalten, die Mobile-Banking ermöglicht, allerdings nicht für Kunden der Sparkasse nutzbar ist.

Um gemeinsame Projekte mit Start-ups aus dem Finanzdienstleistungsbereich („Fintechs“) oder möglicherweise sogar Investitionen in diese zu prüfen, zieht das „InnovationLab“ der Frankfurter Sparkasse mit zwei Mitarbeitern ins „Tech Quartier“, das im November öffnende neue Fintech-Zentrum im „Pollux“-Hochhaus an der Messe.

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