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Getränke-Hersteller: Hassia produziert rund um die Uhr

Von Während die Hitzeglocke über Deutschland auch Hessen fest im Griff hat, machen die Bürger genau das, was Mediziner empfehlen: Sie greifen immer häufiger zur (Mineralwasser-) Flasche. Das hat Auswirkungen auf die Versorgung mit Getränken.
In der Abfüllanlage der Hassia Mineralquellen in Bad Vilbel kontrolliert ein Füllfahrer Pet-Flaschen vor der Etikettierung. Foto: Arne Dedert (dpa) In der Abfüllanlage der Hassia Mineralquellen in Bad Vilbel kontrolliert ein Füllfahrer Pet-Flaschen vor der Etikettierung.
Bad Vilbel. 

Nach Ende der Sommerferien wird die Nachfrage nach Mineralwasser und nicht alkoholischen Getränken in dieser Woche nochmals deutlich steigen. Dafür hat sich die Hassia Mineralquellen als Teil der Hassia Gruppe jetzt gerüstet.

„Erstmals in der Unternehmensgeschichte werden an unserem Standort in Bad Vilbel im August alle sechs Produktionsanlagen rund um die Uhr laufen“, teilt dazu Hassia-Pressesprecherin Sibylle Trautmann auf Anfrage mit. „Wir haben unseren Dreischichtbetrieb an den Abfüllstraßen nun durchgehend auch auf das Wochenende ausgeweitet. Wir stoßen damit an unsere Produktionsgrenzen. Mehr geht nicht.“

In den Vorjahren habe man in heißen Sommern immer wieder an vereinzelten Wochenenden Sonderschichten eingelegt. Um aber die enorm gestiegene Nachfrage aus dem Handel abdecken zu können, produziert das Vilbeler Unternehmen mit seinen 481 Mitarbeitern in diesem Monat rund um die Uhr.

Für gewöhnlich werden in Bad Vilbel durchschnittlich drei Millionen Liter in Glas- und PET-Flaschen pro Tag abgefüllt. Die bundesweit an verschiedenen Standorten aktive Hassia Gruppe hat zwar für 2017 noch keinen Jahresbericht vorgelegt. Trautmann spricht aber von einem erfolgreichen Jahr.

„Alleine am Standort Bad Vilbel hat die Hassia Mineralquellen mit 406 Millionen Liter im zurückliegenden Jahr beim Absatz eine Million Liter mehr als 2016 produziert“, verrät die Unternehmenssprecherin im Gespräch mit dieser Zeitung. „Der Umsatz ging zugleich von 105 auf 104 Millionen Euro zurück.“

Limonaden werden knapp

Zahlen zum aktuellen Spitzen-Absatz will der hessische Marktführer bei Mineralwassern erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben, nachdem die Hitzewelle abgeebbt ist. Die enorme Nachfrage nach nicht alkoholischen Getränken, vor allem nach Mineralwasser, führt in den Getränkemärkten bereits zu ersten Lieferengpässen.

Überall lichten sich die endlosen Kistenreihen, Getränkehändler müssen die Kunden bereits – vor allem bei Billigprodukten und Handelsmarken – vertrösten. Das gilt für Mineralbrunnen ebenso, wie für Brauereien. „Täglich meldet der Getränkegroßhandel mehr Getränkesorten und –marken als nicht mehr lieferbar“, berichtet etwa Bernd Schmidt vom gleichnamigen Getränkemarkt in Usingen.

Die Mineralbrunnen und Brauereien stoppen nach seiner Einschätzung aufgrund der gestiegenen Nachfrage vor allem die Abfüllung der Billig- und Handelsmarken und lasten die Produktionsanlagen mit den Qualitätsmarken aus. „Bei Mineralwasser sind wir voll lieferfähig. Es gibt keine Probleme bei der Schüttung unserer 30 aktiven Brunnen im Umkreis von 30 km“, sagt Trautmann. „Bei Süßgetränken kann es Lieferengpässe geben.“

Leergut benötigt

Das Unternehmen bittet nun alle Verbraucher, leere Kisten und das Leergut rasch zum Händler zurück zu bringen, um auch hier Produktionsschwierigkeiten zu verhindern. Insgesamt werden in Bad Vilbel laut Unternehmensangaben 181 Produkte verfüllt. 90 Prozent des Absatzes entfallen dabei auf das Mineralwasser, und nur zehn Prozent verteilen sich auf verschiedenste Süßgetränke.

Zur bundesweit an verschiedenen Standorten tätigen Hassia-Gruppe zählen im hiesigen Rhein-Main-Gebiet darüber hinaus noch die Kelterei Rapps in Karben und der Produktionsstandort Ostheim, wo seit Anfang dieses Jahres die aufgekaufte Bio-Marke Bionade abgefüllt wird.

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