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Heißer Sommer und Brexit-Folgen belasten Reisekonzern Tui

Ein Kreuzfahrtschiff macht im Hafen von Palme de Mallorca fest. Die Insel ist eines der wichtigsten Reiseziele für deutsche Touristen. Foto: Clara Margais Ein Kreuzfahrtschiff macht im Hafen von Palme de Mallorca fest. Die Insel ist eines der wichtigsten Reiseziele für deutsche Touristen.
Hannover. 

Das heiße Wetter in Europa und die Schwäche des britischen Pfunds gehen am weltgrößten Reisekonzern Tui nicht spurlos vorüber.

Allerdings hätten viele Kunden ihren Sommerurlaub in diesem Jahr schon früh gebucht, berichtete das Unternehmen am Donnerstag. Dadurch wirke sich die Zurückhaltung der Kunden bei den Last-Minute-Buchungen nicht so stark aus.

Bisher zählt Tui für die wichtigste Reisesaison vier Prozent mehr Buchungen als vor einem Jahr. Die Umsätze legten auf Basis konstanter Wechselkurse um fünf Prozent zu.

Die britische Währung hat wegen des bevorstehenden Austritts des Landes aus der Europäischen Union deutlich an Wert verloren. Das macht Reisen für Briten in Euro-Länder wie Spanien teurer. Tui versucht, im Vereinigten Königreich trotzdem viele Reisen zu verkaufen. Dabei schrumpfen aber die Gewinnspannen des Veranstalters.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni erzielte Tui einen Überschuss von 146 Millionen Euro - rund dreimal so viel wie ein Jahr zuvor, als der Verkauf der Spezialreise-Sparte Travelopia das Ergebnis belastet hatte.

Der Umsatz legte auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent auf 5,0 Milliarden Euro zu. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (Ebita) ging wegen des schwachen Pfunds hingegen um 13 Prozent auf 193 Millionen Euro zurück.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September geht Tui-Chef Fritz Joussen aber weiter davon aus, den bereinigten operativen Gewinn auf Basis konstanter Wechselkurse um mindestens zehn Prozent zu steigern.

(dpa)
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