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Finanzen: Helaba stützt sich aufs Immobiliengeschäft

Von Die Helaba hat wegen der Nullzinsen in den ersten neun Monaten weniger verdient. Im Immobiliengeschäft gehört sie zu den Marktführern in Deutschland.
Besucher stehen   spät abends  auf der Aussichtsterrasse des Main Towers, der auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) beherbergt. Die muss einen schrumpfenden Gewinn vermelden. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Besucher stehen spät abends auf der Aussichtsterrasse des Main Towers, der auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) beherbergt. Die muss einen schrumpfenden Gewinn vermelden.
Frankfurt. 

Das Geschäft der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen ist immobilienlastiger denn je. Die Sparte erwirtschaftete in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Vorsteuergewinn von 294 Millionen Euro, das sind rechnerisch mehr als drei Viertel des Gesamtergebnisses der Bank. Im Vorjahr hatte das Segment noch „nur“ zwei Drittel zum Vorsteuergewinn des Instituts beigetragen.

Die anderen Segmente kann man, was den Ergebnisbeitrag betrifft, fast unter „ferner liefen“ verbuchen. Immerhin schaffte es auch das Firmenkundengeschäft wieder in die schwarzen Zahlen und verdiente 73 Millionen Euro. Der Bereich Verbund- und Privatkundengeschäft – wo der Neun-Monats-Gewinn von 85 auf 67 Millionen sank – hängt fast vollständig vom Ergebnis der Tochter Frankfurter Sparkasse ab, die nur fürs Gesamtjahr Zahlen vorlegt; im Vorjahr erreichte ihr Vorsteuerergebnis allein knapp 95 Millionen Euro. Nur knapp über oder gar unter der Nulllinie liegen dagegen die bundesweit wichtigste Verbundbank für die Sparkassen und auch das Private Banking, das die Helaba für die gesamte Gruppe unter der Marke „Frankfurter Bankgesellschaft“ betreibt. Bei der Bausparkasse LBS musste sogar eine Restrukturierungsrückstellung von 11 Millionen Euro gebildet werden.

Weniger Risikovorsorge

Insgesamt sank wegen des Nullzins-Umfeldes der Gewinn wie erwartet leicht – unterm Strich von 266 auf 249 Millionen Euro. Dabei profitierte die Helaba von einer auf 19 (140) Millionen Euro drastisch verringerten Vorsorge für Kreditausfälle; im Vorjahr hatten Schiffsfinanzierungen stark belastet.

Finanzvorstand Detlef Hosemann bekräftigte in einer Telefonkonferenz, das Ergebnis des Gesamtjahres 2017 werde voraussichtlich über dem in der Jahresplanung angestrebten Wert liegen. Mit zu großen Sprüngen ist demnach aber nicht zu rechnen: „Stand heute bin ich eigentlich sicher, dass wir unter dem sehr guten Ergebnis des letzten und des vorletzten Jahres liegen werden“, sagte Hosemann. 2016 hatte das Institut, das Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg betreut, nach Steuern 340 Millionen Euro verdient.

Im mittel- und langfristigen Neugeschäft konnte die Helaba sogar zulegen auf 13,2 Milliarden Euro, das waren 0,7 Milliarden mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Hälfte dieser Kredite entfiel auf Immobilien, ein weiteres Viertel aufs Firmenkundensegment. Die Eigenkapitalausstattung (im Verhältnis zu den Schulden) blieb überaus solide: Die harte Kernkapitalquote, berechnet nach den künftig strengeren Anforderungen, stieg auf 15,1 Prozent.

Zu viele IT-Projekte

Die Einführung eines neuen Kernbankensystems hat die Helaba vorerst gestoppt. Angesichts der Fülle an IT-Projekten – vor allem, um Anforderungen der Finanzaufsicht und in Sachen Sicherheit zu erfüllen – reichten die Kapazitäten dafür nicht aus, begründete Hosemann.

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