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Holzindustrie beklagt geringere Bautätigkeit

Die deutsche Holzindustrie hat im ersten Halbjahr zu spüren bekommen, dass weniger gebaut wird. Lediglich das Geschäft mit Fertighäusern lief weiter rund. Bei den Möbelherstellern sorgte vor allem der Export für ein leichtes Plus.
Eine geringere Nachfrage aus der Bauwirtschaft macht der Holzindustrie zu schaffen. Foto: Bernd Wüstneck Eine geringere Nachfrage aus der Bauwirtschaft macht der Holzindustrie zu schaffen.
Bad Honnef. 

Der deutschen Holzindustrie hat im ersten Halbjahr eine geringere Nachfrage aus der Bauwirtschaft zu schaffen gemacht.

„Nach dem Boom der vergangenen Jahre pendelt sich die Bautätigkeit aktuell wieder auf niedrigerem Niveau ein”, sagte ein Sprecher in Bad Honnef. Während der gesamte Ein- und Zweifamilienhausbau deutliche Rückgänge zu verzeichnen gehabt habe, habe das Geschäft mit Holz-Fertighäusern weiter zugelegt, so dass der Marktanteil für Fertighäuser auf 19,3 Prozent weiter angestiegen sei.

Insgesamt konnte die Branche in den ersten sechs Monaten ein nur noch leichtes Umsatzplus um 1,7 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro erwirtschaften. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren die Erlöse noch deutlich kräftiger um 4,4 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro angestiegen. Für das Gesamtjahr rechnet die Holzindustrie nun nur noch mit Zuwächsen zwischen 1 und 2 Prozent.

Wichtigstes Standbein der Branche neben dem Bau ist die deutsche Möbelindustrie, die ihren Umsatz im ersten Halbjahr lediglich um 0,5 Prozent auf rund neun Milliarden Euro steigern konnte. Das Wachstum sei derzeit vor allem auf das Exportgeschäft zurückzuführen, hieß es. Mit 150 862 Beschäftigten in 931 Betrieben konnte die Holzindustrie ihre Beschäftigtenzahl um 1,2 Prozent steigern. Die Zahl der Betriebe ging im gleichen Zeitraum um ein Prozent leicht zurück.

(dpa)
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