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ING-Bank streicht deutliche Gehaltserhöhung für Chef

Während der Bankenkrise 2008 hatte der niederländische Staat die ING mit zehn Milliarden Euro vor dem Umfallen gerettet. Foto: Stephanie Lecocq/EPA Während der Bankenkrise 2008 hatte der niederländische Staat die ING mit zehn Milliarden Euro vor dem Umfallen gerettet.
Amsterdam. 

Nach starkem öffentlichen Protest hat die niederländische Großbank ING die geplante Gehaltserhöhung von 50 Prozent für ihren Chef zurückgenommen.

Das teilte das Kreditinstitut in Amsterdam mit. Damit solle weiterer Schaden von der Bank abgewendet werden. Das Gehalt des ING-Chefs soll nun um rund zwei Prozent steigen. Der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra begrüßte die Entscheidung: „Dies ist das einzig richtige Ergebnis dieser Diskussion.”

In der vergangenen Woche hatte die Bank angekündigt, das Gehalt von Bank-Chef Ralph Hamers von zwei auf mehr als drei Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen. Dies löste Proteste bei Kunden, Bankmitarbeitern und Politikern aus. Die Regierung forderte die Bank auf, die Erhöhung zurückzuziehen und drohte mit gesetzlichen Maßnahmen. Hunderte von Kunden kündigten ihre Konten bei der ING.

Während der Bankenkrise 2008 hatte der niederländische Staat die ING mit zehn Milliarden Euro vor dem Umfallen gerettet. Die Bank hatte das Geld zurückbezahlt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Jeroen van der Veer, bedauerte unterdessen die Unruhe: „Der Rat hat die öffentliche Reaktion in den Niederlanden über diese sensible Frage unterschätzt.”

(dpa)
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