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Inflation im Juni bei 1,6 Prozent: Reisen und Nahrung teurer

Höhere Mieten, Preissprünge bei Butter und Pauschalreisen: Das Leben in Deutschland wird tendenziell etwas teurer. Entspannung gibt es allerdings bei den Energiepreisen.
Höhere Preise für Nahrungsmittel haben die Inflation im Juni auf 1,6 Prozent getrieben. Foto: Oliver Berg Höhere Preise für Nahrungsmittel haben die Inflation im Juni auf 1,6 Prozent getrieben. Foto: Oliver Berg
Wiesbaden. 

Die Inflation in Deutschland zieht wieder etwas an: Höhere Preise für Nahrungsmittel und Urlaubsreisen haben die Jahresteuerung im Juni auf 1,6 Prozent getrieben. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit.

Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Angaben. Auch höhere Mietkosten trugen zu dem Anstieg bei. Im Mai 2017 hatte die jährliche Teuerungsrate bei 1,5 Prozent gelegen, im April waren es 2,0 Prozent.

Mehr als vor einem Jahr kosteten Nahrungsmittel (2,8 Prozent). Der Preisanstieg habe sich damit weiter verstärkt, erklärten die Statistiker. Besonders stark verteuerten sich Butter (59,5 Prozent) sowie Speisefette und -öle (25,9 Prozent).

Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher auch für die Nettokaltmieten, die binnen Jahresfrist um 1,8 Prozent stiegen. Mieten machen einen großen Teil der privaten Konsumausgaben aus.

Pauschalreisen verteuerten sich um 5,6 Prozent. Dabei spielten den Statistiker zufolge vor allem die Pfingstferien in Bayern und in Baden-Württemberg eine Rolle.

Die Energiepreise trugen dagegen nicht mehr zur Inflation bei. Sie blieben gegenüber Juni 2016 unverändert. Zwar mussten Verbraucher an Tankstellen sowie für Strom und Heizöl mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Gas und Umlagen für Fernwärme und Zentralheizungen wurden aber billiger. Von Mai auf Juni erhöhten sich die Verbraucherpreise in Europas größter Volkswirtschaft insgesamt um 0,2 Prozent.

Die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) für Deutschland lag zur Jahresmitte um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die Notenbank strebt mittelfristig für den gesamten Euroraum ein stabiles Preisniveau bei einer Inflation von knapp unter 2,0 Prozent an. Weil die Währungshüter dieses Ziel seit Jahren verfehlen, versuchen sie mit viel billigem Geld nachzuhelfen. Doch Banken und Sparer leiden unter dem Zinstief, weshalb sich in Deutschland Stimmen mehren, die einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der EZB fordern.

(dpa)
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