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JPMorgan und Citigroup machen Milliarden-Gewinne

Bei den US-Finanzriesen JPMorgan und Citigroup läuft es weiter rund. Eine stärkere Kreditvergabe und höhere Zinsen ließen die Gewinne im dritten Quartal kräftig steigen. Doch die Bilanzen haben auch ihre Schattenseiten - womöglich kein gutes Omen für die Branche.
JPMorgan musste jedoch wie schon im vorangegangenen Quartal ein maues Kapitalmarktgeschäft verkraften. Foto: Justin Lane JPMorgan musste jedoch wie schon im vorangegangenen Quartal ein maues Kapitalmarktgeschäft verkraften.
New York. 

Dank eines stärkeren Kreditgeschäfts haben die großen US-Banken JPMorgan Chase und Citigroup im dritten Quartal überraschend gut verdient.

Obwohl es in den Handelssparten schlechter lief, kletterten die Gewinne insgesamt deutlich, wie die in New York veröffentlichten Zwischenberichte zeigen.

Bei der größten US-Bank JPMorgan stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar (5,7 Mrd Euro). Die Erträge - also die gesamten Einnahmen - kletterten um drei Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar.

Vorstandschef Jamie Dimon sprach von einem weiteren Quartal mit „soliden Ergebnissen” und hob das starke Wachstum im Kredit- und Einlagengeschäft hervor. Auch der Ausblick sei positiv: „Der Weltwirtschaft geht es gut, der US-Verbraucher bleibt gesund und verzeichnet solide Einkommenszuwächse.”

JPMorgan musste jedoch wie schon im vorangegangenen Quartal ein maues Kapitalmarktgeschäft verkraften. Nachdem der Brexit und die US-Wahlen den Handel mit Wertpapieren, Rohstoffen und Währungen im Vorjahreszeitraum kräftig belebt hatten, blieb es im letzten Quartal eher ruhig. Besonders stark wirkte sich die Zurückhaltung der Anleger im Anleihenhandel aus, hier schrumpften die Einnahmen um 27 Prozent.

Als breit aufgestellte Universalbank kann JPMorgan die Schwäche aber vergleichsweise gut abfedern. Vor allem bei Verbraucherkrediten lief es - auch dank höherer Zinsen - rund, hier stieg der Gewinn um 16 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar.

Obwohl die Zahlen insgesamt die Wall-Street-Prognosen übertrafen, reagierten Anleger verhalten. Die Aktie verzeichnete im frühen US-Handel leichte Kursverluste.

Die Citigroup schlug sich im dritten Quartal ebenfalls besser als erwartet. Durch stärkere Kreditvergabe, Sondererlöse, Fortschritte im Investmentbanking und geringere Kosten konnte ein schwächeres Kapitalmarktgeschäft gut verkraftet werden. Der Überschuss kletterte verglichen mit dem Vorjahreswert um acht Prozent auf 4,1 Milliarden US-Dollar (3,5 Mrd Euro).

„Wir haben ein sehr starkes Quartal abgeliefert”, sagte Citi-Chef Michael Corbat. Er betonte die Kostendisziplin und das Kreditwachstum sowohl im Geschäft mit Verbrauchern als auch mit Unternehmen. Die Erträge wuchsen um zwei Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar. Die Erwartungen der Analysten übertraf die Bank zwar, doch an der Börse machte die Aktie keine großen Sprünge.

Nachdem JPMorgan und Citigroup den vierteljährlichen Bilanzreigen eröffnet haben, wollen am Freitag die Rivalen Bank of America und Wells Fargo ihre Quartalszahlen vorlegen. In der kommenden Woche folgen Goldman Sachs und Morgan Stanley. Die europäische Konkurrenz ist erst später an der Reihe. Für die Deutsche Bank etwa sind die starken Einbußen im Handelsgeschäft aber kein gutes Vorzeichen - in diesem Bereich ist das Frankfurter Geldhaus selbst stark vertreten.

(dpa)
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