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Autobauer: Kurzarbeit und Vorruhestand sollen bei Opel Stellen sichern

Mit dem Sanierungsprogramm "Pace" soll Opel wieder Gewinne machen. Als erste Maßnahme wird noch in dieser Woche eine sechsmonatige Kurzarbeit eingeführt. Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen gehören auch zum Konzept.
Die Kurzarbeit bei Opel war bereits im Dezember vereinbart worden. Foto: Andreas Arnold Die Kurzarbeit bei Opel war bereits im Dezember vereinbart worden.
Rüsselsheim. 

Noch in dieser Woche beginnt im Opel-Werk in Rüsselsheim eine voraussichtlich sechsmonatige Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit habe dies bewilligt, so ein Unternehmenssprecher am Montagabend. Geschäftsleitung und Betriebsrat hatten in Abstimmung mit der IG Metall die Kurzarbeit im Stammsitz des Unternehmens vereinbart. Betroffen sind sowohl die Produktentwicklung als auch Verwaltungsbereiche, hieß es.

Die Kurzarbeit war im Dezember vereinbart worden, um das Arbeitsvolumen an den deutschen Standorten mit noch rund 19 000 Beschäftigten zu verringern. Dadurch sollen bei dem vom französischen PSA-Konzern übernommenen Autobauer Entlassungen vermieden werden.

Kurzarbeit ist nicht die einzige Maßnahme: So kündigte Opel-Chef Michael Lohscheller im Dezember an, das Altersteilzeitprogramm bis auf den Geburtsjahrgang 1960 auszuweiten. Es gebe auch Vorruhestandsregeln für Mitarbeiter, die 36 Monate vor dem frühestmöglichen Renteneintritt sind. Die Vereinbarung zwischen Management und Betriebsrat sieht zudem eine deutliche Verringerung der Zahl der Leiharbeiter in den Produktionswerken Rüsselsheim und Kaiserslautern vor.

Nach der Übernahme durch den PSA-Konzern sind die Opel-Mitarbeiter in Deutschland bis Ende 2018 vor betriebsbedingten Entlassungen geschützt. Auch Werkschließungen sind zunächst nicht vorgesehen.

Das Sanierungsprogramm „Pace“ soll den deutschen Automobilbauer wieder in die Gewinnzone bringen. Dabei wird auch auf neue Technologien und Ideen gesetzt. Am Sitz in Rüsselsheim sollen globale Kompetenzzentren für die gesamte PSA-Gruppe entstehen. Als erste Aufgabenfelder sind die Entwicklung von Brennstoffzellen, ausgewählten Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren vorgesehen.

Unterdessen will der PSA in einem seiner britischen Vauxhall-Werke weitere 250 Stellen streichen. In Ellesmere Port solle es ab April nur noch eine Schicht geben, teilte PSA am Montag mit. Bereits im Oktober hatte der Konzern den Abbau von 400 Stellen dort angekündigt.

(rtr)

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