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Längste Wachstumsphase in Japan seit elf Jahren

Gute Nachrichten für Japans Regierung: Die Wirtschaft setzt ihren Wachstumskurs fort. Dabei hilft der relativ schwache Yen. Doch die Verbraucher sind immer noch zögerlich. Und es gibt Unsicherheiten.
Ein Mitarbeiter des Automobilherstellers Mitsubishi Fuso arbeitet im Montagewerk in Kawasaki, Japan. Japans Wirtschaft erlebt die längste Wachstumsphase seit rund elf Jahren. Foto: Michael Kappeler/Archiv Ein Mitarbeiter des Automobilherstellers Mitsubishi Fuso arbeitet im Montagewerk in Kawasaki, Japan. Japans Wirtschaft erlebt die längste Wachstumsphase seit rund elf Jahren. Foto: Michael Kappeler/Archiv
Tokio. 

Japans Wirtschaft erlebt die längste Wachstumsphase seit rund elf Jahren. Wie die Regierung am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent.

Das entspricht einer Zunahme um eine hochgerechnete Jahresrate von real 2,2 Prozent. Zu dem unerwartet starken Wachstum trug vor allem der Export bei, der durch den relativ schwachen Yen angeschoben wird. Aber auch der Privatkonsum, der zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt, zog um 0,4 Prozent an.

Die Regierung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sieht sich damit in ihrer Einschätzung bestätigt, dass sich die Wirtschaft auf einem moderaten Wachstumskurs befindet - seit nunmehr fünf Quartalen. Es ist die längste Wachstumsphase, seitdem Japan zwischen Januar 2005 und Juni 2006 sechs Quartale in Folge zugelegt hatte. Ein Grund war die Nachfrage im benachbarten Asien, die Ausfuhren japanischer Güter dorthin stiegen verglichen mit dem Vorquartal um 2,1 Prozent.

Doch Anlass zu überschwänglichem Optimismus sehen Ökonomen trotzdem nicht. Zum einen ist die Kauflaune der Bevölkerung immer noch nicht so, wie sich Japans Wirtschaft das wünscht. Zum anderen zeigen die Daten auch, dass die Nummer drei der Weltwirtschaft weiterhin in hohem Maße von ihrem Exportmotor abhängig ist. Umso wichtiger ist für Tokio die Lage im internationalen Handel. Dort besteht angesichts der „Amerika zuerst”-Politik von US-Präsident Donald Trump Unsicherheit über den weiteren Kurs. Ökonomen bezweifeln daher auch, dass die starke Nachfrage in Übersee weiter im bisherigen Tempo zulegen wird.

(dpa)
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