E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 15°C

Letztes Sparpaket? - Athen vor Abschluss des Hilfsprogramms

Griechenland strebt aus der Schuldenkrise heraus. Zwar steht noch einmal ein großes Sparprogramm auf der Tagesordnung, doch die sogenannten Primärüberschüsse wachsen.
Bester Laune: Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras (r.) und Finanzminister Euklid Tsakalotos im Parlament. Foto: Alexandros Vlachos/ANA-MPA Bester Laune: Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras (r.) und Finanzminister Euklid Tsakalotos im Parlament.
Athen. 

Vor dem Abschluss des dritten Hilfsprogramms im August hat der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos dem Parlament in Athen am Freitagabend noch einmal ein umfangreiches Reform- und Sparprogramm vorgelegt.

Die Billigung durch die Abgeordneten an diesem Donnerstag gilt als sicher, sie ist aber auch notwendig. Am 21. Juni will die Eurogruppe über mögliche Maßnahmen zur Reduzierung des griechischen Schuldenberges beraten.

Durch Rentenkürzungen, Erhöhungen der Rentenbeiträge und die Senkung des Steuerfreibetrags sollen bis 2022 gut fünf Milliarden Euro gespart werden. Im Reformpaket sind auch Versicherungen für die Gläubiger vorgesehen: Zahlt Griechenland eine oder mehrere Raten seiner Schulden in den kommenden Jahren nicht, werden die Gläubiger über den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM selbstständig Vermögen des griechischen Staates verkaufen können, um das Geld einzutreiben.

Athen hofft, im Haushalt relativ große Primärüberschüsse (ohne den Schuldendienst) zu erzielen: Die Geldgeber fordern ein Plus von 3,5 Prozent. Athen will dieses Jahr 3,56 Prozent, 2019 3,96 und 2020 4,15 Prozent der Wirtschaftsleistung erreichen. Für 2021 sind 4,53 Prozent und für 2022 sogar 5,19 Prozent vorgesehen.

Mit einem Primärüberschuss von 3,5 Prozent kann Athen nach Einschätzung der europäischen Geldgeber seinen Schuldendienst leisten. Mit Überschüssen darüber hinaus will Regierungschef Alexis Tsipras sozial schwache Bevölkerungsschichten unterstützen und mit Staatsinvestitionen die Wirtschaft ankurbeln.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Wirtschaft

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen