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Immobilien: Ministerin treibt Nassauische Heimstätte an

Verbraucherministerin Priska Hinz ist voll des Lobes für die landeseigene Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte. Aber sie mahnt zur Eile. Der Wohnungsbau soll forciert werden.
2016 hat die Heimstätte die Riedbergwelle fertiggestellt. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA 2016 hat die Heimstätte die Riedbergwelle fertiggestellt.
Wiesbaden. 

Der Immobilienmarkt im Ballungsraum Rhein-Main ist extrem angespannt. Daher hat die schwarz-grüne Landesregierung dem Wohnungsbau höchste Priorität zugesprochen. Bei der Vorstellung der Jahresbilanz der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte (NH) betonte Umweltministerin Priska Hinz, die dem Unternehmen als Aufsichtsratsvorsitzende vorsteht, das Ziel, innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 5000 Wohnungen zu bauen.

Die NH-Unternehmensgruppe hat im Jahr 2016 ein Umsatzplus von 17 Prozent auf 29,4 Millionen Euro verbucht; der Gewinn stieg um 19 Prozent auf 4,4 Millionen Euro. Verbraucherministerin Priska Hinz, lobte die Entwicklung als „mehr als erfreulich“. Bei einem Bedarf von landesweit jährlich 37 000 neuen Wohnungen bis 2021 habe der Wohnungsbau „absolute Priorität“. Insgesamt sei laut statistischem Bundesamt die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in 2016 in Hessen auf gut 20 000 gestiegen, „die Anstrengungen müssen hier aber weitergehen“, sagte Hinz.

Die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt ist das größte hessische Wohnungsunternehmen und hatte im Jahr 2016 knapp 60 000 Wohnungen in Verwaltung. Auch aktiv ist die Unternehmensgruppe in der Stadtentwicklung und im Bereich Projektentwicklung von Grundstücken und in der Energietechnik. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 668 neue Wohnungen errichtet, 353 davon Eigentumswohnungen. Zwei Bauvorhaben wurden in Frankfurt fertiggestellt: Die Riedbergwelle mit 160 und der Goetheblick mit 42 Wohnungen.

Viele Sozialwohnungen

„Die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt ist ein wichtiger Partner für das Land Hessen, sagte Hinz. „Sie hilft uns, das immer drängender werdende Problem der Wohnungsknappheit in den Griff zu bekommen.“ 4900 neue Wohnungen sollen in den nächsten fünf Jahren entstehen. „Wir wollen uns nun auf den Wohnungsneubau konzentrieren“, sagte Geschäftsführer Constantin Westphal. Insgesamt stünde dazu in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Euro zur Verfügung. 3800 Wohnungen sollen Mietwohnungen werden, ein Großteil geförderte Sozialwohnungen.

5,52 Euro Miete im Schnitt

Durch fünf große Akquisitionen habe man bereits eine Fläche für rund 800 neue Wohnungen gesichert. Dazu gehört das Siemens-Areal an der Rödelheimer Landstraße, wo das Unternehmen 850 Wohnungen errichten will und ein leerstehendes Bürogebäude in der Hahnstraße in Frankfurt-Niederrad für noch zu schaffende 200 Wohnungen, von denen 30 Prozent geförderte Wohnungen sein sollen. Auch in Offenbach habe man zwei Brachen neu erstanden.

Der leitende Geschäftsführer Thomas Hain betonte, dass für 2017 insgesamt 15 Neubauprojekte in Planung seien. Aktuell entstehen in Frankfurt, Kelsterbach, Wiesbaden und Offenbach 710 neue Wohnungen. In Frankfurt sind es mit 313 zu 67 meist Eigentumswohnungen, in den anderen Städten entstehen ausschließlich Mietwohnungen: 125 in Wiesbaden, 80 in Kelsterbach und 125 in Offenbach.

Für die Mieter der Nassauischen Heimstätte sieht es im Schnitt noch günstig aus, auch wenn es hier 2016 zu durchschnittlichen Steigerungen von 1,2 und 1,5 Prozent kam. „Das soll auch in Zukunft so bleiben“, sagt Hain. Insgesamt liegt die Durchschnittsmiete bei 5,52 Euro. „Das sind 30 Prozent unter dem bundesweiten, 40 Prozent unter dem hessischen und 57 Prozent unter dem Frankfurter Durchschnitt“, sagt Hain. 85 Prozent der Bestandsmieten liegen aktuell niedriger als sieben Euro Kaltmiete, im Jahr 2016 lagen noch 87 Prozent der Mieten unter sieben Euro.

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