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Anlagen: Mit gutem Gewissen Geld verdienen: Ethisch-ökologisch sparen und investieren

Aktien, Fonds oder Sparanlagen: Bei allen Anlageformen gibt es nachhaltige Alternativen. Doch der Markt ist unübersichtlich.
Keine Waffen, ökologisch, ethisch, gerecht – leider sind die Kriterien für eine entsprechende Anlage mitunter schwammig. Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild) Keine Waffen, ökologisch, ethisch, gerecht – leider sind die Kriterien für eine entsprechende Anlage mitunter schwammig.

Für nachhaltige Geldanlagen existieren keine einheitlichen Standards, wofür „nachhaltig“ steht. Woran können sich Sparer orientieren?

  Wachsender Nischenmarkt: Umweltzerstörung, Kinderarbeit, Herstellung international geächteter Waffen: Mehr und mehr Investoren legen Wert darauf, dass ihr Geld nicht schmutzigen Geschäften dient. Ein dreistelliger Milliardenbetrag fließt in Deutschland jährlich in ethisch-ökologische Geldanlagen. Seit Jahren wächst dieser Nischenmarkt stärker als der konventionelle. Das liegt vor allem an institutionellen Anlegern. „Die Tendenz, dass Kleinanleger nach Nachhaltigkeitskriterien fragen, verstärkt sich“, sagt Thomas Grimm vom Berater-Netzwerk Ökofinanz 21.

Was bedeutet „nachhaltig“? Nachhaltigkeit schließt drei Kategorien von Kriterien ein, abgekürzt mit ESG. Das Kürzel steht für Environmental, Social, Governance – Umwelt, Soziales, Unternehmensführung. ESG-Kriterien werden je nach Anlageform und Anbieter auf unterschiedliche Art und Weise bei Finanzprodukten berücksichtigt. Wie das genau geschieht, bleibt für Verbraucher vielfach im Ungefähren. Ein Anlageansatz richtet sich nach Negativkriterien. Es sollen also beispielsweise keine Gelder in die Waffenproduktion fließen. Positivkriterien dienen dazu, Kapital gezielt in nachhaltig wirtschaftende Firmen, Branchen oder Länder zu lenken, zum Beispiel ins Geschäft mit erneuerbaren Energien. Der Finanzdienstleister Morningstar etwa hat ein Nachhaltigkeitsrating für Fonds entwickelt. Das „Forum Nachhaltige Geldanlage“ stellt ESG-Profile von Fonds bereit.

  Sparanlage: Nachhaltige Finanzprodukte wie Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefe bieten vor allem alternative und kirchliche Geldhäuser, zum Beispiel Triodos Bank, Umweltbank und GLS Bank. Was die Zinshöhe angeht, reichen die Produkte allerdings nicht an die besten konventionellen heran. Aber auch zahlreiche Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben nachhaltige sichere Zinseinlagen im Produktportfolio.

  Ethisch-ökologische Fonds: Mehr als 400 ESG-Fonds sind in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) zurzeit zugelassen. Etwa die Hälfte davon sind Aktienfonds, gehandelt werden internationale, breit streuende Fonds wie auch Fonds, die sich auf Regionen oder Branchen fokussieren. Überdies stehen Themenfonds zur Auswahl, sie setzen auf erneuerbare Energien, Wasser oder Umwelttechnologien. Außerdem gibt es zwei Dutzend ETFs, also börsengehandelte Fonds, die einen Index abbilden.

  Rendite: Studien räumen mit dem Vorurteil auf, dass Nachhaltigkeit Rendite kostet. Nach einer aktuellen Analyse der Ratingagentur Scope zeigen sich zwischen nachhaltigen und konventionellen Aktienfonds nur kleine Unterschiede in der Performance.

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