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Opec könnte Förderkürzung verlängern

Hohes Angebot, volle Lager - um den Ölpreis wieder nach oben zu treiben, wollen die Opec und Russland weniger fördern. Doch die US-Konzerne pumpen so viel Öl wie lange nicht.
Am 25. Mai treffen sich die Vertreter des Opec-Ölkartells mit weiteren Förderländern. Foto: Barbara Gindl Am 25. Mai treffen sich die Vertreter des Opec-Ölkartells mit weiteren Förderländern. Foto: Barbara Gindl
Peking/Singapur. 

Die wichtigen Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland wollen eine seit Beginn des Jahres gültige Kürzung der Fördermenge zur Stabilisierung der Ölpreise zeitlich deutlich ausweiten.

Beide Länder streben an, dass die ursprünglich auf sechs Monate bis Juni begrenzte Produktionskürzung bis Ende des ersten Quartals 2018 ausgedehnt werden soll. Das machten der saudische Ölminister Khalid Al-Falih und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking deutlich. Die Aussicht auf eine Verlängerung der Förderbeschränkung beflügelte die Ölpreise.

Es sei notwendig geworden, die vereinbarte Kürzung der Fördermenge zu verlängern, meinte der saudische Ölminister. Das angestrebte Ziel bei den Ölreserven sei bis Ende Juni nicht mehr zu erreichen. „Deshalb sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass es möglicherweise besser ist, das Ende der Förderkürzung auf das Ende des ersten Quartals 2018 zu verschieben”, sagte Khalid Al-Falih. Am 25. Mai treffen sich die Vertreter des Opec-Ölkartells mit weiteren Förderländern. Auf dieser Konferenz in Wien wollen Saudi-Arabien und Russland ihre Vorschläge zur Debatte stellen.

Ende des vergangenen Jahres hatten sich Mitgliedsstaaten des Opec-Ölkartells mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland auf eine Kürzung der Produktionsmengen geeinigt. Die Vereinbarung ist auf sechs Monate begrenzt und trat Anfang des Jahres in Kraft. Nach Einschätzung von Experten wird die Kürzung weitgehend umgesetzt. Sie hatte zeitweise einen starken Anstieg der Ölpreise zur Folge. Verbraucher mussten mehr an der Tankstelle oder fürs Heizen bezahlen.

Während die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Russland ihre Produktion kürzten, legte die Fördermenge in den USA hingegen zu. Laut jüngsten Daten der US-Regierung vom vergangenen Mittwoch hat die landesweite Ölproduktion den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht. Die immer höhere Fördermenge in den USA hatte die Ölpreise dann wieder sinken lassen.

Nach den Äußerungen der Ölminister von Saudi-Arabien und Russland stiegen die Ölpreise am Montag. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg bis zum späten Nachmittag um 1,41 US-Dollar auf 52,24 Dollar. Damit erholt sich der Brent-Preis weiter von seinen heftigen Rückschlägen in der ersten Mai-Woche, als er bis auf 46,64 Dollar gefallen war. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,36 Dollar auf 49,19 Dollar.

(dpa)
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