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Halbjahresbilanz: Opels Aufholjagd vorerst ausgebremst

Von In Deutschland sind im ersten Halbjahr mehr Autos zugelassen worden als im Vorjahreszeitraum. Im Juni gab es jedoch einen kleinen Rückschlag. Der hessische Autobauer Opel fährt der Konkurrenz hinterher.
Michael Lohscheller ist der neue Hoffnungsträger. Er soll Opel in eine bessere Zukunft unter dem Peugeot-Konzerndach führen. Bilder > Foto: (opel AG) Michael Lohscheller ist der neue Hoffnungsträger. Er soll Opel in eine bessere Zukunft unter dem Peugeot-Konzerndach führen.
Frankfurt. 

Der Automarkt hat ein starkes Halbjahr hingelegt. Fast 1,8 Millionen Neuwagen wurden zugelassen, gut drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deutschland ist also nach wie vor ein gutes Pflaster für die PS-Branche. Doch die Freude ist nicht ungeteilt. Denn nicht alle Marken konnten zulegen. Vor allem der Autobauer Opel hat einen gehörigen Dämpfer bei seiner Aufholjagd einstecken müssen. Zehn Prozent weniger Fahrzeuge mit dem Blitz-Logo wurden im Sommermonat Juni registriert. Das hat den Rüsselsheimern unterm Strich die Halbjahresbilanz verhagelt.

Enttäuschung hat sich daher im Adam Opel Haus breit gemacht. Die eingeleitete Modelloffensive hat bisher noch nicht den durchschlagenden Erfolg wie erhofft. „Im ersten Halbjahr haben wir deutschlandweit 127 626 Pkw verkauft. Der leichte Rückgang um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich wichtige Modelle wie der Insignia mitten im Modellwechsel befinden und damit naturgemäß nur in eingeschränkter Stückzahl verfügbar sind. Auch der neue Crossland X ist erst seit wenigen Tagen im Handel. Zudem ist die Produktion des Opel Meriva im ersten Halbjahr dieses Jahres ausgelaufen“, erklärt ein Opel-Sprecher die Zwischenbilanz.

Opel-Logo. Foto: Caroline Seidel/Archiv
Kommentar Thema: Die Baustellen des neuen Opel-Chefs

Karl-Thomas Neumann ist als Opel-Chef zurückgetreten. Mit Michael Lohscheller hat der Aufsichtsrat den „Herrn der Zahlen“ zum Nachfolger bestellt.

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Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Opel aber zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, auch 2017 weiter auf dem deutschen Markt zu wachsen. Denn nach dem Insignia Grand Sport und dem Sports Tourer wird in der zweiten Jahreshälfte auch noch der Country Tourer in den Handel kommen. Auch vom Grandland X erwarten wir neue Impulse.“ Nummer eins der Opel-Modelle in der Absatzstatistik ist der Astra, gefolgt von Corsa und Mokka.

Erfolgsgeschichte Dacia

Der große Gewinner in diesem Jahr ist Mercedes. Der Stuttgarter Oberklassen-Hersteller hat rund sieben Prozent mehr neue Autos mit dem Stern auf der Haube verkauft und damit seinen zweiten Platz hinter Volkswagen eindrucksvoll bestätigt. Fast jeder zehnte Neuwagen auf deutschen Straßen ist inzwischen ein Mercedes. Zu den Gewinnern zählen auch BMWs Lifestyle-Marke Mini, der wiedererstarkte US-Riese Ford und Sportwagen-Legende Porsche. Unter den Importmarken fällt die überdurchschnittlich gute Entwicklung der Franzosen ins Auge. Sowohl die künftige Opel-Muttergesellschaft Peugeot als auch Renault haben viel mehr Käufer hierzulande gefunden als in der Vergangenheit (+9 bzw. +16 Prozent).

Still und leise hat sich der einstige Krösus aus Japan, die Marke Toyota, wieder berappelt und hat die Spitzenposition unter den japanischen Anbietern zurückerobert.

Ungebremst fort setzt sich die Erfolgsgeschichte von Dacia. Die Zuwächse der Billigmarke aus Rumänien sind beachtlich. Die Renault-Tochter kann mit unschlagbaren Preisen und cooler Werbung auch im verwöhnten Autoland Deutschland punkten.

Erstaunlich entwickelt sich auch die amerikanische Luxus-Elektromarke Tesla, die in wenigen Tagen ihr erstes massentaugliche Modell Tesla Model 3 auf den Markt bringen wird. Mit 1900 Neuzulassungen gehört die Edel-Marke des Pionier-Unternehmers Elon Musk zu den meistverkaufte Stromern.

Wo Licht hinfällt, da gibt es auch Schatten. Opel zählt zu den Enttäuschungen. Die Verlierer heißen aber Volkswagen, Audi und BMW. VW leidet nach wie vor unter dem hausgemachten Diesel-Skandal. Die beiden anderen Premiummarken aus Ingolstadt und München haben in erster Linie für ihre Diesel-Modelle weniger Kunden gefunden und als Nummer drei und Nummer vier im deutschen Markt den Anschluss an Mercedes etwas verloren.

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