Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 16°C

Proteste gegen Benzinpreise in Mexiko gehen weiter

Landesweit demonstrieren Menschen gegen die erhöhten Treibstoffpreise. Kirche und Oppositionsparteien unterstützen die Protestbewegung. Auch im Regierungslager wird Kritik laut.
Proteste gegen erhöhte Benzinpreise in Mexiko. Foto: Alejandro Tamayo Proteste gegen erhöhte Benzinpreise in Mexiko. Foto: Alejandro Tamayo
Mexiko-Stadt. 

In Mexiko hat es erneut in fast allen Bundesstaaten Proteste gegen die drastische Erhöhung der Benzinpreise gegeben.

Die Teilnahme an den Demonstrationen in Mexiko-Stadt und anderen Städten fiel am Sonntag aber geringer aus als am Vortag, als Zehntausende Demonstranten in 25 mexikanischen Bundesstaaten durch die Straßen gezogen waren. In der vergangenen Woche kam es zu zahlreichen Plünderungen. Mindestens sechs Menschen wurden bei Zwischenfällen getötet.

Kirche und Oppositionsparteien unterstützen die Proteste. In der Zeitschrift „Desde la Fe” des Erzbistums hieß es in einem Leitartikel, die Wut der Bürger sei berechtigt, wenn sie die Kosten für die Fehler anderer tragen müssten. Diese nutzten ihre Machtpositionen zu ihren Gunsten aus, um sich zu bereichern, während die Mexikaner der Mittelschicht und die Ärmeren die Schulden tragen müssten.

Die Oppositionsparteien PRD (links) und PAN (konservativ) forderten die Regierung auf, die politische Verantwortung für die Unruhen der letzten Woche zu übernehmen - wegen ihrer „Fehlentscheidungen”, wie die Zeitung „Milenio” am Sonntag berichtete. Auch mehrere Parlamentsmitglieder der Regierungspartei PRI äußerten sich kritisch über die von Staatschef Enrique Peña Nieto gebilligte Erhöhung der Benzinpreise von bis zu 20 Prozent.

Peña Nieto hatte am Freitag erklärt, die Erhöhung sei eine schwierige, aber notwendige Maßnahme. Die Stabilität der Wirtschaft Mexikos wäre ihm zufolge gefährdet, wenn die Treibstoffpreis weiter unter dem Marktwert gehalten würden. Dadurch würden die Verluste des staatlichen Erdölunternehmens Pemex vergrößert und die Finanzierung von Bildung und Gesundheit wäre beeinträchtigt, warnte der Präsident.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Wirtschaft

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse