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EU: Schwarze Liste soll Sicherheit im Luftverkehr verbessern

Es gibt eine schwarze Liste. Und es ist keine Ehrenliste. Die EU listet auf ihr Fluggesellschaften, die sie für nicht sicher hält. Sie dürfen nicht mehr in der EU landen.
Nichts geht mehr innerhalb der EU für Fluggesellschaften, die es auf die schwarze Liste der Europäischen Union geschafft haben. Foto: Frank May (dpa) Nichts geht mehr innerhalb der EU für Fluggesellschaften, die es auf die schwarze Liste der Europäischen Union geschafft haben.
Brüssel. 

Für die Fluggesellschaft Avior Airlines kam der Bescheid aus Brüssel nicht unerwartet. Doch seit Ende November ist es amtlich: Die Jets der Gesellschaft aus Venezuela dürfen weder in der EU landen noch starten. Genauso wenig wie alle Airlines aus Kirgisien und Sierra Leone oder die indonesische Spirit Aviation Sentosa oder Air Service Comores der Komoren. Sie stehen auf der Schwarzen Liste der Europäischen Kommission.

Diese wird von der Brüsseler Kommission regelmäßig aktualisiert. Der Grund: In allen diesen Fällen gab es Berichte über „gravierende Sicherheitsmängel“ bei der Vorflugkontrolle, die bisher nicht abgestellt wurden. Oder es fielen „belegte Mängel hinsichtlich internationaler Sicherheitsnormen“ auf. In einigen Fällen notierte Brüssel auch „Informationen über belegte Unfälle oder schwere Störungen, die auf latente systematische Sicherheitsmängel hinweisen“ – wie es in der entsprechenden Verordnung der Europäischen Union zur Flugsicherheit heißt.

Seit Jahren gilt diese Black List als eines der wichtigsten Instrumente, um den Luftverkehr in Europa zu garantieren.

Mehr noch: Die Gemeinschaft hat dafür gesorgt, dass die Passagiere ohne Bedenken in ein Flugzeug aus Europa oder von irgendwo in der Welt in die EU-Mitgliedstaaten einsteigen können, weil es im Hintergrund bereits umfangreiche Überprüfungen und Sicherheitstests gegeben hat, die Zwischenfälle – möglichst – ausschließen sollen.

Insgesamt wurden seit dem Beginn dieser Auflistung 172 Airlines aus 16 Staaten wegen mangelnder Sicherheitsaufsicht ausgesperrt. Sechs Unternehmen bekamen die Rote Karte von Europa gezeigt, weil es erhebliche Bedenken darüber gibt, ob die Airlines die üblichen Standards für einen sicheren Flugverkehr einhalten.

Wertvolles Hilfsmittel

Die EU hat auf schwere Unfälle und Probleme in der Luft reagiert und tut dies weiter. Bei der EU-Agentur für Flugsicherheit EASA in Köln sieht man die Liste als wertvolles Hilfsmittel an, das auch erzieherisch wirkt.

Es ist die Macht der Gemeinschaft, die disziplinierend wirkt. Denn auch das gibt es: Airlines, die alles tun, damit sie wieder Zugang zum europäischen Markt bekommen und dafür ihre Anstrengungen erhöhen.

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