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Steigende Buchungszahlen lassen Tourismuskonzerne hoffen: Sonnige Aussichten für die Reisebranche

Die Tourismusindustrie hat sich einen Großteil des wichtigen Sommerreisegeschäfts bereits gesichert. Die Nachfrage zieht nach dem schwierigen Jahr 2016 wieder an. Wohin zieht es Sonnenhungrige 2017?
Griechenland profitiert von den Turbulenzen in der Türkei. Immer mehr Sonnenhungrige verbringen ihren Urlaub dort. Foto: Maurizio Gambarini (dpa) Griechenland profitiert von den Turbulenzen in der Türkei. Immer mehr Sonnenhungrige verbringen ihren Urlaub dort.
Frankfurt. 

Das Sommerreisegeschäft läuft auf Hochtouren – zur Freude der Tourismusbranche. Hatten im Frühjahr 2016 viele Urlauber wegen der Anschläge in Paris, Istanbul und Brüssel mit Buchungen lange gezögert, melden Tui und Co. nun eine steigende Nachfrage nach Urlaubsreisen.

„Die Lust der Urlauber, diesen Sommer ins Ausland zu reisen, ist in allen unseren Märkten gut, trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit“, berichtete Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser jüngst bei der Vorlage der Quartalsbilanz. Die Buchungen für den Sommer lägen derzeit insgesamt zehn Prozent höher als vor einem Jahr. Auch der weltgrößte Reisekonzern Tui und DER Touristik berichten von einer wachsenden Nachfrage.

Nach Einschätzung der GfK-Konsumforscher stehen die Chancen gut, dass die diesjährige Sommersaison besser als die vorherige ausfällt. Bis einschließlich März lag der Umsatz der klassischen Reisebüros für die schönsten Wochen des Jahres zusammengerechnet fünf Prozent über dem schwachen Vorjahr.

Ende März waren bereits 64 Prozent der Sommerbuchungen des Vorjahres erreicht, wichtige Wochen insbesondere im Last-Minute-Geschäft stehen aber noch aus. „Der Juli ist ein wichtiger Buchungsmonat, weil sich dann Kurzentschlossene entscheiden“, sagt GfK-Tourismusexpertin Dörte Nordbeck.

Ob die Branche an das Rekordjahr 2015 anknüpfen kann, lässt sich derzeit aber noch nicht absehen. Der Branchenverband DRV rechnete zuletzt im Gesamtjahr mit einem moderaten Plus gegenüber 2016.

Türkei wird gemieden

Gefragt ist diesen Sommer vor allem Griechenland mit bisher hohen zweistelligen Buchungszuwächsen in den Reisebüros. Schon vergangenes Jahr profitierte das Land davon, dass viele Sonnenhungrige nach Anschlägen und politischen Turbulenzen die Türkei mieden. Auch aktuell halten sich Urlauber mit Buchungen für das Land am Bosporus zurück. „Derzeit liegen wir für 2017 unter den vergleichbaren Vorjahreswerten für die Türkei“, heißt es beispielsweise bei DER Touristik. Insgesamt ist der Veranstalter mit den Marken ITS, Jahn Reisen, Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen zufrieden mit den Buchungen. „Über alle Zielgebiete liegen die Eingänge für den Sommer 2017 einstellig im Plus“, sagt René Herzog, Chef der DER Touristik Zentraleuropa.

Ungebrochen ist die Beliebtheit Spaniens bei deutschen Urlaubern. Seit Jahren steht das Land auf Platz eins der begehrtesten Reiseziele im Ausland. Auch Urlaub im eigenen Land ist Veranstaltern zufolge gefragt. Im vergangenen Jahr war Deutschland mit einem Marktanteil von 30 Prozent das beliebteste Ziel der Bundesbürger für Trips von mindestens fünf Tagen. Indes profitieren Reiseprofis weniger davon, weil viele Urlauber Anreise und Unterkunft im eigenen Land selbst buchen.

Ein Comeback erlebte zuletzt Ägypten, nachdem 2016 nur noch knapp 654 000 deutsche Gäste gekommen waren. Die Nachfrage habe sich erholt, berichtet GfK-Expertin Nordbeck. Welche Folgen die jüngsten Terrorangriffe auf die christliche Minderheit in dem Land haben, bei denen mehr als 40 Menschen getötet und 110 verletzt wurden, ist noch unklar.

Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) kommt in der Reiseanalyse 2017 zu dem Ergebnis: „Terror wirkt auf die Reise-zielwahl und das Reiseverhalten, dämpft aber nicht die allgemeine Reiselust.“

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